Ergebnis dieses Tests war, dass nur zwei mit "Sehr Gut" abgeschnitten haben und immerhin einer mit "Ausreichend". Sechs Pflegedienste bringen gute Leistungen, weitere drei Pflegedienste schnitten mit dem Urteil "Befriedigend" ab. Alle anderen Pflegedienste im Test hatten ihre Zustimmung zur Veröffentlichung der Daten verweigert und erhielten deshalb keine Wertung.
Die Qualität der rund 11.000 Pflegedienste fiel bisher unter den Datenschutz. Das fällt ab Herbst diesen Jahres weg, denn dann dürfen bzw. müssen die Daten im Internet für jeden zugänglich gemacht werden. Bei diesem Test, der im Vorfeld durch die Stiftung Warentest durchgeführt wurde, gaben einige Pflegedienste ihre Zustimmung zur Veröffentlichung der Daten. Dabei wurden nur Pflegedienste aus Mülheim an der Ruhr getestet, wovon es insgesamt 21 gibt. Allein bei der Beratung vor dem Unterzeichnen der Pflegeverträge schnitten nur zwei der Pflegedienste mit "Gut" ab, während es auch die Dienste mit einem "Ausreichend" gab. Viele Dienste wiesen große Mängel auf. Die Pflegequalität, die bisher nur anonym von den Medizinischen Diensten der Krankenversicherung geprüft wurde, wurde jetzt auch von der Stiftung Warentest beleuchtet. Hinsichtlich der Pflegequalität verdienten sich viele Pflegedienste ein "Sehr Gut" oder zumindest ein "Gut".
Wer einen Pflegevertrag abschließen muss, sollte laut Stiftung Warentest vorher mehrere Pflegedienste prüfen, wobei nicht nur die Kosten berücksichtigt werden sollten, sondern auch der Aufwand der pflegerischen Tätigkeit. Die Pflegekasse stellt Patienten zudem die Daten der Pflegequalitätsprüfung zur Verfügung. Hier sollte besonders darauf geachtet werden, wie die Pflegedienste mit ärztlichen Verordnungen umgehen und wie die pflegerischen Leistungen im Allgemeinen sind.