Grundlage der Erhebungen sind zum einen die Befragungen von 7000 Firmen durch das Ifo-Institut sowie die Auswertung des monatlich durchgeführten Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), bei dem rund 2000 Meinungen beurteilt werden.
Gemäß der Ergebnisse der jüngsten Befragungen zeigen die Verbraucher sich optimistischer, was die wirtschaftliche Entwicklung des Landes angeht. Während der Konsumklimaindex im Monat Juni bei 2,6 Punkten lag, rechnet die GfK sogar mit einem Anstieg im Juli auf 2,9 Punkte. Nach Ansicht der GfK spielen die demnächst steigenden Renten eine Rolle bei der gestiegenen Bereitschaft, das Geld in Konsumgüter zu investieren, aber auch an der nullprozentigen Inflationsrate im Mai diesen Jahres. Zudem ist die Bereitschaft zum Sparen seit der Finanzkrise eher gesunken. Lieber investieren die Verbraucher in Handfestes, anstatt ihr Geld in wirtschaftlich unsicheren Zeiten gewinnbringend anzulegen.
Zu der gestiegenen Kaufkraft trägt sicher auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt bei, die momentan sehr verlässlich ist. Sollten die Arbeitslosenzahlen wieder ansteigen, wird das zwangsläufig auch Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Verbraucher haben.
Das Ifo-Institut in München hat ähnlich Positives zu berichten. Nach dessen Auswertung hat sich die wirtschaftliche Lage in den letzten Monaten kontinuierlich verbessert. So stieg der Geschäftklimaindex im Juni auf 85,9 Punkte gegenüber 84,3 Punkten im Vormonat. Laut Werner Sinn, Ifo-Chef, ist der Pessimismus in der Wirtschaft weiter zurückgegangen, jedoch könne noch keine Rede von einer Trendwende sein. Die Ergebnisse der Befragungen zeigen aber eine leichte Stabilität der Wirtschaft an.
Nicht ganz so positiv sieht das Ganze das in Essen ansässige Rheinisch-Westfälische Institut in Wirtschaftsforschung (RWI). Das Institut prognostiziert für das Jahr 2009 eine rund 6,4 prozentige Senkung des BIP. Dafür rechnet das Institut für das kommende Jahr bereits mit einem 0,2 prozentigen Plus.