Dank Navigation weniger Streit im Auto

  1. 15.07.2009 11:08
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Navigationssysteme sorgen für Harmonie beim Autofahren, so eine aktuelle Studie. Nicht nur kommen Nutzer dieser Fahrassistenten sicherer und schneller ans Ziel, es gibt auch wesentlich weniger Streit im Auto. Über die Hälfte aller in einer Studie befragten Navi-Nutzer geben an, dass sie sich wesentlich weniger mit anderen Insassen im Fahrzeug streiten als es noch vor Nutzung der Navigationssysteme der Fall war. BITKOM-Präsident Scheer: "Hightech macht die Stimmung im Auto deutlich entspannter."

Die Umfrage ergab außerdem, dass 91% der Nutzer von Navigationssystemen schneller ans Ziel kommen, 88% der Autofahrer fühlen sich sicherer und verfahren sich weniger. Doch nicht nur bei der Berechnung der besten Route sind Navigationssysteme hilfreich. Die neuen Modelle sind aufgrund von Zusatzfunktionen auch in der Lage, den Fahrer um verstopfte Autobahnen und Staus zu lotsen. Die Umfrage ergab, dass zwei Drittel der Befragten dank Navigation weniger häufig im Stau stehen.

Auch wenn viele Neuwagen heutzutage mit Assistenz-Systemen wie Brems- oder Spurhalte-Assistent ausgerüstet werden, bemängelt BITKOM, dass das Potenzial der vorhandenen Technik bei weitem nicht ausgeschöpft ist. Scheer: "Wir brauchen eine Telematik-Infrastruktur in und an der Straße, damit die zahlreichen im Auto erfassten Informationen zum Nutzen aller Verkehrsteilnehmer eingesetzt werden können. Eine moderne, zukunftsorientierte Verkehrspolitik muss die Vernetzung der Verkehrsteilnehmer ermöglichen."

Zukünftig sollen Fahrzeuge per Funk untereinander und mit der straßenseitigen Infrastruktur kommunizieren können, wobei die Sicherheit bei solchen Systemen im Vordergrund stehen wird. So könnten etwa so genannte Kreuzungsassistenten mittels direkter Kommunikation zwischen Fahrer und Ampelanlage Kollisionen verhindern. Das Fahrzeug tritt eigenständig mit der Ampelanlage sowie den beteiligten Verkehrsteilnehmern in Kontakt während der Fahrer die Gefahrenquelle noch nicht einmal entdeckt hat. Der Fahrer wird gewarnt, wenn Zusammenstöße mit anderen Fahrzeugen oder Fußgängern drohen.

Verkehrszentralen sind ein weiteres Beispiel für intelligente Verkehrssysteme. Sie steuern den gesamten Verkehrsfluss und vermeiden somit Staus und Unfälle. Aus der Vielzahl der einkommenden Daten werden von Zentralrechnern Fahrempfehlungen errechnet. Es werden so zum Beispiel aufgrund Nässe die erlaubten Geschwindigkeiten gedrosselt um Auffahrunfälle zu vermeiden. Scheer weiter: "Mit moderner Verkehrstelematik wird das vorhandene Streckennetz besser ausgelastet, der Verkehr wird flüssiger und sicherer, der CO2-Ausstoß sinkt."




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