Immer mehr Deutsche betrachten Schwarzarbeit als Straftat. Die Zahlen sprechen für sich. Während im Jahre 2005 nur 35 Prozent der Befragten Schwarzarbeit als kriminell einstuften, sind es laut der neuen Umfrage 45 Prozent. Eine verschwindende Minderheit von 12 Prozent sieht Schwarzarbeit lediglich als Kavaliersdelikt an. 37 Prozent der Befragten unterscheiden ganz klar nach der jeweiligen Höhe des Auftrags, ob es sich lediglich um ein Kavaliersdelikt handelt oder doch um eine Straftat. Im Jahr 2005 waren 61 Prozent toleranter gegenüber der Schwarzarbeit.
Leider ist seit nunmehr 3 Jahren wieder ein Anstieg der Schwarzarbeit zu verzeichnen, vor allem in der Handwerksbranche, wo Dienste unter der Hand zum Geschäft gehören. Dadurch entsteht nach Angaben der Bundesregierung ein wirtschaftlicher Schaden von 75 Mrd. Euro im Jahr. Um der Schwarzarbeit einen Riegel vorzuschieben, sollen ordnungsgemäß bezahlte Handwerkerrechnungen künftig durch Minderung der Steuerschuld belohnt werden. Hierzu nahm Iris Laduch von der BHW-Bausparkasse wie folgt Stellung: "Seit Januar 2009 sind Handwerkerrechnungen besser absetzbar. Private Haushalte können bis zu einem Höchstbetrag von 6.000 Euro 20 Prozent der Kosten - also bis zu 1.200 Euro - von der Steuer schuld abziehen."
Wer von der Steuerschuldminderung profitieren möchte, kann seine Handwerkerrechnungen nicht mehr bar bezahlen. Nur wenn die Zahlung durch einen Beleg nachgewiesen werden kann, wird das Ganze vom Finanzamt anerkannt. Als Beleg dient der Kontoauszug, der die Zahlung auf das Konto des Handwerkers dokumentiert. Die neue Gesetzgebung trägt bereits Früchte. Denn über 60 Prozent der Privathaushalte sind aufgrund der Steuererleichterung bereit, Renovierungen bei einem Handwerksbetrieb offiziell in Auftrag zu geben.