In Berlin können Autofahrer nun nicht nur Benzin tanken, sondern auch Strom. Die von der RWE ins Leben gerufene „Tankstelle der Zukunft“ beinhaltet derzeit 56 Ladepunkte, an denen Autofahrer ihre Elektro-Autos aufladen können. Hierzu äußerte sich Rolf Martin Schmitz: "Es geht nicht allein darum, Benzin durch Strom zu ersetzen. Es geht drum, die Erneuerbaren Energien auf die Straße zu bringen."
Das Fahren von Elektro-Autos ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch wesentlich billiger in der Unterhaltung, denn eine „Tankfüllung Strom“ macht nur die Hälfte vom Preis einer Tankfüllung Benzin aus. Wolfgang Dehen, CEO vom RWE-Projektpartner Siemens Energy gibt sich optimistisch: "Elektro-Mobilität wird Teil unseres Energieversorgungsnetzes werden und den Anteil klimafreundlicher Stromerzeugung erhöhen. Weil die Batterien der Elektro-Autos zeitlich variabel geladen werden können, lassen sich die tages- und jahreszeitlich schwankenden Anteile erneuerbarer Energien im Netz besser nutzen."
Laut Prognosen von RWE wird der Anteil von Elektro-Autos, die sich im Jahr 2020 auf deutschen Straßen bewegen, bei rund 2,5 Millionen liegen. Deshalb ist es so wichtig, ganz Deutschland mit entsprechenden Ladepunkten auszustatten. Begonnen wird jetzt in Berlin. Hier sind bereits 56 Ladepunkte vorhanden, Mitte 2010 sollen es um die 500 sein. Maria Krautzberger, Staatssekretärin für Verkehr und Stadtentwicklung sagte zu den Plänen der RWE: „Berlin ist und bleibt eine Metropole, in der sich neue und zukunftsweisende Ideen entfalten können. Ich bin sicher, in naher Zukunft schon werden die heute noch ungewohnten Ladepunkte im Straßenbild ein Markenzeichen der umweltgerechten Metropole Berlins sein."
Da das Tanken von Strom einige Zeit in Anspruch nimmt, müssen die Ladepunkte dort entstehen, wo entsprechende Parkmöglichkeiten vorhanden sind. So bieten beispielsweise die Parkhäuser von APCOA einen idealen Standort. Der Geschäftsführer der APCOA Autoparking GmbH Thomas Veith äußerte sich anlässlich des Auftakts der Roadshow: "Wir glauben an die Zukunft des Elektro-Autos. Die Kooperation mit RWE ist für uns ein Projekt mit großer Signalwirkung." Berlin ist jedoch nicht die einzige Stadt, in der noch in diesem Jahr weitere Ladepunkte entstehen. Auch die Ballungszentren Frankfurt/Main, Dortmund, Düsseldorf, Hamburg, Essen, München und Stuttgart werden nach und nach entsprechend ausgestattet. In der Zukunft sollen in ganz Europa flächendeckend Ladepunkte entstehen. Damit Elektro-Autos auch überall tanken können, brauchen sie einen standardmäßigen Ladestecker. Für die Entwicklung eines solchen genormten Steckers setzen sich inzwischen 20 Unternehmen ein.