Das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln meldet, dass die staatlich geförderte Altersteilzeit verlängert werden soll. Ursprünglich sollte es für Arbeitnehmer nur noch bis Ende 2009 möglich sein, eine staatlich geförderte Altersteilzeit mit ihren Arbeitgebern zu vereinbaren. Nun hat Bundesarbeitsminister Olaf Scholz vorgeschlagen, die Regelung um 5 Jahre zu verlängern. Und dies, obwohl das Instrument der Altersteilzeit – also vorzeitiger Ruhestand für ältere Beschäftigte in Verbindung mit dem Einstellen eines jungen Arbeitnehmers – kläglich scheiterte und faktisch keine Besserung auf dem Arbeitsmarkt brachte.
Die Idee an sich war sicher nicht verkehrt – Ältere Arbeitnehmer sollten ihre Stellen früher räumen, damit jüngere Arbeitslose nachrutschen können. Die Berufsaussteiger bekommen von der Bundesagentur für Arbeit einen satten Zuschuss. Die Erfolge aus beschäftigungspolitischer Sicht jedoch sind mehr als bescheiden. Lediglich 20% der geförderten Stellen wurden zuletzt tatsächlich mit Arbeitslosen ersetzt.
Eigentlich war geplant, dass die Altersteilzeit älteren Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, sich schrittweise aus dem Erwerbsleben zurückzuziehen. Doch auch diese Rechnung ging nicht auf, denn 90% der Betroffenen nutzen das Blockzeitmodell und arbeiteten so 50% der Restzeit in Vollzeit und gingen dann früher in Rente. Das hat natürlich den Sinn und Zweck der Altersteilzeit verfehlt. Das Institut der Deutschen Wirtschaft hält das Verlängern von Anreizen zur Frühverrentung für falsch, da es in die falsche Richtung führt.