Der Bonner Netzbetreiber T-Mobile geht mit einer einstweiligen Verfügung gegen die neue Verkaufspolitik von Vodafone vor. Der Düsseldorfer Konkurrent hatte im Juli damit begonnen, das neue Apple iPhone 3GS mit eigenen Verträgen zu verkaufen, obwohl T-Mobile in Deutschland die Rechte an der Exklusivvermarktung besitzt. Der Trick: Vodafone bezieht die Apple-Handys von externen Händlern und umgeht damit die Vereinbarung, die hierzulande zwischen T-Mobile und dem US-Hersteller besteht, schreibt das Fan-Blog iPhoneBlog.de.
Auf ähnliche Weise umging bereits der Mobilfunk-Billiganbieter
Simyo die exklusive Verkaufsstrategie von T-Mobile. Bereits seit November 2008 verkaufte Simyo das Apple iPhone ohne SIM-Lock in Verbindung mit seiner eigenen Handy-Karte, die Geräte stammen vom eigenenständigen Anbieter Retailkeyshop. Im Gegensatz zum aktuellen Fall um
Vodafone hatte sich
T-Mobile nicht gegen die Verkaufstaktik von Simyo zur Wehr gesetzt, obwohl Simyo seine Mobilfunkdienste im Handynetz des ebenfalls in Düsseldorf ansässigen Netzbetreibers E-Plus anbietet.
Im Rahmen der einstweiligen Verfügung forderte Vodafone nach Informationen des iPhoneBlog.de seine Vertriebspartner, vorläufig keine weiteren Verkaufsberatungen für das
Apple iPhone durchzuführen. Bereits bis Dienstag sollen die entsprechenden Angebote aus dem Programm entfernt werden. Darüber hinaus wurde jetzt bekannt, dass weitere Drittanbieter, die Vertragspakete aus SIM-Lock freien iPhones und Handyverträgen anderer Anbieter verkaufen, ebenfalls abgemahnt wurden. Möglicherweise wird auch Simyo bald das Apple iPhone aus seinem Angebot entfernen müssen.