Die deutsche Staatsverschuldung steigt immer stärker an. Am Montag dem 10. August hat die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler nachmittags die Marke von 1.600.000.000.000 überschritten – Deutschland hat demnach mittlerweile Schulden von 1.600 Milliarden Euro, die höchste Staatsverschuldung in der deutschen Geschichte.
Tipp: Die aktuelle Schuldenuhr finden Sie auf
www.steuerzahler.de und die Steueruhr, die die Steuereinnahmen zeigt unter
www.steuerzahler.de/webcom/custom/steueruhr.php.
Zum Jahresbeginn beliefen sich die Kreditmarktschulden von Bund, Ländern, Gemeinden sowie der Extrahaushalte wie dem Finanzmarktstabilisierungsfonds auf runde 1.515 Milliarden Euro. Berechnungen des Bundes der Steuerzahler zufolge werden im Laufe des Jahres Staatsschulden in Höhe von insgesamt 140 Milliarden Euro dazu kommen. Das sind rechnerisch 4,439 Euro, die der Staat sich pro Sekunde mehr verschuldet. Prognosen für das Jahresende lauten auf 1.655 Milliarden Schulden, was einen Negativrekord aufstellt. Allein die Zinsen für diese immensen Schulden belaufen sich auf rund 71 Milliarden Euro, die vom Steuerzahler zu tragen sind.
Der Bund der Steuerzahler weist darauf hin, dass in Zeiten solch hoher Verschuldung alle staatlichen Ebenen die Zügel strammer ziehen müssen und Ausgaben auf das Notwendigste beschränken. Allein auf Bundesebene könnten mögliche Einsparungen bei 10 Milliarden Euro liegen. In den Sparten Subventionsabbau, Kürzung von zweifelhaften Forschungs- und Umweltförderungen, Zurückführung der Entwicklungshilfe auf ein moderates Maß, Einsparungen bei den Personalausgaben des Bundes sowie die Abschaffung unwirksamer Arbeitsmarktförderungen besteht milliardenschweres Einsparpotenzial, die eine Neuverschuldung massiv verringern könnten.
Die Schuldenuhr zumindest mittelfristig zum Stillstand zu bringen, soll nach Abgaben des Bundes der Steuerzahler das zentrale Anliegen der Politik sein. Der Steuerzahlerbund hat ein eigenes Modell für eine grundgesetzliche Schuldenbremse entwickelt, um eine weitere horrende Neuverschuldung zu umgehen.