T-Mobile nimmt in Innsbruck in Österreich erstmals das größte Testnetz der neuen Übertragungstechnik LTE (Long Term Evolution) in Betrieb. Dieser neue Übertragungsstandard bildet die vierte Generation und soll der künftige Nachfolger des bisherigen UMTS/HSDPA – Standards sein. Während es der UMTS-Beschleuniger HSDPA nur auf 28 Megabit in der Sekunde bringt, sollen mit der neuen Technologie im Downlink 300 Megabit in der Sekunde und im Uplink immerhin 75 Megabit in der Sekunde möglich sein. Leider ist die neue Technik nicht mit den bisherigen Standards kompatibel. Das bedeutet auch, dass sowohl die Basisstationen als auch die Endgeräte mit neuen Antennen ausgerüstet werden müssen.
Das Testnetz dient momentan vor allem dazu, um Erfahrungen der Kunden zu sammeln. Das geht natürlich am besten, wenn das Netz im üblichen Alltag geprüft wird. Das Hauptaugenmerk von T-Mobile liegt dabei unter anderem auf der Stabilität des Netzes sowohl im Stadtzentrum als auch in den Gebieten außerhalb Innsbrucks und in den Straßennetzen. Außerdem werden Qualität und Zuverlässigkeit überprüft.
Für die 60 Funkzellen, die Bestandteil des Testnetzes sind, wird das vorhandene 3G-Raster genutzt. T-Mobile will mit der neuen Technik, die von dem chinesischen Netzausrüster Huawei ins Leben gerufen wurde, im Down- und Uplink eine Datengeschwindigkeit von mindestens 50 Megabit in der Sekunde erreichen. Jim Burke, Technikchef der T-Mobile Österreich betonte zudem, dass die neue Technik eine bessere Energieeffizienz aufweist.