Knapp sieben von zehn Unternehmen geben bereits weniger Geld für Personal aus, um die Gesamtkosten zu mindern. Das heißt jedoch nicht zwangsläufig, dass Personal abgebaut wird. Viel mehr setzen die Unternehmen auf eine höhere Auslastung sowie eine Optimierung der Gestaltung der Arbeitzeiten. Bevor andere Sparmaßnahmen eingesetzt werden, setzen vor allem öffentliche Verwaltungen, das Gesundheitswesen sowie das verarbeitende Gewerbe auf eine Senkung der Personalkosten. Etwas anders sieht es bei den Energie- und Wasserversorgern sowie bei Finanzdienstleistern aus. Her werden eher interne Prozesse optimiert, bevor an den Personalkosten gespart wird. Zu diesen Erkenntnissen kam die Steria Mummert Consultiung mit ihrer kürzlich erstellten Potenzialanalyse Kostenmanagement.
Die Senkung der Personalkosten hat vor allem bei großen Unternehmen, die mehr als 5000 Mitarbeiter beschäftigen, absolute Priorität. Die unterschiedlichen Branchen haben dabei jedoch ihre ganz eigene Vorgehensweise. In der Gesundheitsbranche beispielsweise greifen über 70 Prozent auf die Senkung der Personalkosten als Sparmaßnahme zurück. Bei den Kreditinstituten liegt dieser Anteil bei nur 47 Prozent. 51 Prozent der Banken setzen eher auf eine Optimierung der Arbeitsabläufe, 53 Prozent legen Produktionseinheiten zusammen, um Kosten zu sparen. Ähnlich sieht es bei Energie- und Wasserversorgern oder Versicherungen aus. Bei den Energie- und Wasserversorgern setzen 80 Prozent, bei den Versicherungen 70 Prozent auf verbesserte Arbeitsabläufe zur Kostensenkung.
Ein ganz wichtiger Faktor bei der Einsparung von Kosten ist auch das Outsourcing, was bereits von jedem fünften Betrieb schon einmal in Anspruch genommen wurde. Dabei wird vor allem der Bereich IT gern in fremde Hände übergeben. Bei zwei Dritteln der Firmen konnten durch das Outsourcing deutliche Verringerungen der Personalkosten erreicht werden. Da wundert es nicht, dass bereits 35 Prozent aller Unternehmen auf das Outsourcing zurückgreifen.