Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) startete kürzlich mit Unterstützung des Hightech-Verband BITKOM eine Online-Umfrage zum Thema HD-Technologie. Befragt wurden insgesamt 614 Personen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren. Befragt wurden ausschließlich Männer, die der Meinung waren, sich mit der HD-Technologie schon ganz gut auszukennen. Bei der Umfrage stellte sich heraus, dass fast 60 Prozent den TV-Empfangskanal wechseln würden, wenn sie dafür Fernsehen in HD-Technologie genießen könnten. Knapp die Hälfte würde dabei TV per Internet-Protokoll (IP-TV) den Vorzug geben. Dazu Michael Schidlack, Bereichsleiter und TV-Experte bei BITKOM: "Hochauflösende Bilder werden im zunehmenden Wettbewerb der TV-Empfangstechnologien eine wichtige Rolle spielen."
Jeder Fünfte der Befragten gab an, bei den TV-Sendern diejenige eher auszuwählen, die das Programm in HD-Technologie ausstrahlen. Nur jedem Siebten sind Bilder in HD-Qualität eher unwichtig. Professor Arnold Picot von der LMU meinte hierzu: "Hochauflösendes Fernsehen bietet Fernsehsendern und Kabelnetzbetreibern eine wichtige Option, mit der Konvergenz und zunehmender Konkurrenz aus dem Internet Schritt zu halten."
Ganz besonders gefragt sind bei den TV-Konsumenten Spielfilme in hochauflösender Bildqualität. Hier würden 87 Prozent der Befragten HD-Technologie bevorzugen. Danach folgen mit 67 Prozent Dokumentarfilme und 48 Prozent beim Live-Sport. 35 Prozent würden Serien in HD-Qualität bevorzugen, gefolgt vom Sport mit 34 Prozent.
ARD und ZDF spielen eine große Rolle, was die Anschaffung von HD-Geräten angeht. Wenn die öffentlich-rechtlichen Sender regelmäßig Sendungen in HD-Qualität ausstrahlen, würde jeder Dritte der Befragten einen HD-fähigen Fernseher und Receiver kaufen. Jeder Zweite könnte sich vorstellen, im ersten Vierteljahr neue Geräte anzuschaffen. Es ist von ARD und ZDF geplant, ab den Olympischen Winterspielen 2010 Bilder in HD-Qualität zu senden.. Hierzu CE-Experte Schidlack: "Spätestens im Frühjahr 2010 wird der Verkauf von HD-Geräten stark zunehmen."