Tipps und Hinweise zum Zeitalter ohne Glühbirne

  1. 20.09.2009 15:13
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Nach und nach werden seit dem Beschluss der Europäischen Union zur Abschaffung der Glühbirnen, der seit dem 01. September 2009 wirksam ist, die guten alten Glühbirnen aus den Geschäften verschwinden. Alte Lagerbestände dürfen wohl noch verkauft werden, was bei vielen Verbrauchern zu sogenannten Hamsterkäufen führt, aber langfristig sollen keine Glühbirnen mehr auf dem Markt erhältlich sein. Damit soll ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaschutz und zum Sparen von Strom in die Tat umgesetzt werden. Noch fällt vielen Verbrauchern die Umstellung schwer, deshalb sollen im Folgenden die wichtigsten Informationen zusammengefasst werden.

Dass Glühbirnen viel Strom verbrauchen, dürfte jedem hinreichend bekannt sein. Experten gehen davon aus, dass der Strom, den die Glühbirne verbraucht, nur zu 5 Prozent tatsächlich zur Erzeugung von Licht verwendet wird. Der Rest verpufft als unnötige Wärme im Raum. Das ist einer der Gründe, warum die EU die neue Verordnung herausgegeben hat. Die Verbraucher sollen dazu angehalten werden, auf Glühbirnen zu verzichten und stattdessen LED-, Halogen- oder Leuchtstofflampen zu verwenden. Der neue Beschluss beinhaltet keineswegs das Verbot bestimmter Lampen, jedoch sollen nach und nach die Lampen vom Markt genommen werden, die den neuen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Die alten Lampen dürfen also trotzdem weiter verwendet werden. Die Verordnung regelt nur die zukünftigen Angebote im Handel.

Dabei werden nicht alle Glühbirnen auf einmal vom Markt genommen, sondern die Umstellungen auf andere Leuchtstoffarten erfolgen Schritt für Schritt. So bedeutet die neue Verordnung bis zum Ende diesen Jahres das Aus für Glühbirnen mit einer 100 Watt-Leistung sowie matte Glühbirnen. Ab September 2010 sollen dann 60 Watt-Birnen, ab September 2011 40 Watt-Birnen vom Markt genommen werden. Ab September 2012 werden dann auch die Verkäufe von Standard-Glühbirnen, die mehr als 10 Watt Leistung haben, eingestellt. Die meisten Halogenlampen werden dann ab 2016 aus den Regalen verschwinden.

Verbraucher können von dieser Verordnung eigentlich nur profitieren. Obwohl Energiesparlampen etwas teurer in der Anschaffung sind, nutzen sie die Energie viel effizienter und sparen dadurch Strom – und Geld. Das Umweltbundesamt gibt an, dass im Gegensatz zu normalen Glühbirnen 25 Prozent der verwendeten Energie in Licht umgewandelt werden. Langfristig werden 80 Prozent des Stromvolumens eingespart. Für eine einzige Glühbirne, die durch eine Energiesparlampe, die ein gleich helles Licht erzeugt, ersetzt wird, bedeutet das bei 10.000 Stunden Betriebsdauer eine Ersparnis zwischen 49 und 177 Euro. Aber nicht nur das. Auch der CO2-Ausstoß wird deutlich geringer, wenn die alten Glühbirnen ausnahmslos ersetzt würden. Der Ausstoß von Kohlendioxid würde um 4 Millionen Tonnen sinken. Energiesparlampen haben überdies eine wesentlich höhere Lebensdauer, die zwischen 1.500 und 15.000 Stunden variieren kann. Das hängt davon ab, welche Qualität die Birnen aufweisen und wie stark sie beansprucht werden. Die Lebensdauer verkürzt sich, wenn das Licht öfter ein- und ausgeschaltet wird. Allerdings gibt es auch Energiesparlampen, die hier etwas widerstandsfähiger, aber dafür auch teurer sind.

Viele Verbraucher sträuben sich gegen die Energiesparlampen, weil sie schädliche Stoffe wie zum Beispiel Quecksilber enthalten. Bei einer gesonderten Entsorgung, wie sie auch bei Batterien gang und gäbe ist, stellt das kein Problem dar. Einem anderen Kritikpunkt wurde bereits auch entgegen gewirkt. Normalerweise weist das Licht der Energiesparlampen einen hohen Blauanteil auf, wodurch es als kalt empfunden wird. Verbraucher können hier mittlerweile zwischen verschiedenen Lichtfarben wählen. Angeboten werden Farbnuancen zwischen warm-weiß bis tageslicht-weiß.



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