Jährlicher Heizungscheck - sinnvoll oder überflüssig?

  1. 02.10.2009 09:57
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Allerdings ist die einmal im Jahr stattfindende Abgas-Messung des Schornsteinfegers mit einem ordentlichen Heizungscheck nicht vergleichbar. Alexander Fack vom Institut für wirtschaftliche Ölheizung (IWO) in Hamburg führt hierzu aus: "Bei der Kontrolle durch den Schornsteinfeger wird gemessen, ob die Anlage die Emissionsgrenzwerte einhält." Die Wartung der Heizung beinhaltet jedoch viel mehr als das. Zum Beispiel wird darauf geachtet, wie zuverlässig die Anlage noch funktioniert und ob die Energieausnutzung auf einer konstanten Höhe bleibt. Wer die Pflege seiner Heizungsanlage vernachlässigt, muss mit einem rund 10 Prozent höheren Energieverbrauch rechnen.

Lothar Beckmann von der Stiftung Warentest in Berlin empfiehlt: "Eine Heizung sollte regelmäßig einer Jahresinspektion vom Fachhandwerker unterzogen werden, möglichst vor Beginn der Heizsaison." Nach Ausführungen des IWO sollte die Wartung das Kontrollieren sämtlicher Sicherheits- und Regelungseinrichtungen, den Verschleißteilersatz, zum Beispiel Filter oder Brennerdüse, das Reinigen des Brenners sowie des Heizkessels und eine Abgasmessung beinhalten: Eventuell kann es notwendig sein, Wasser in der Heizanlage aufzufüllen, den Brenner nachzujustieren sowie die Heizung zu entlüften.

Das Entlüften können Hausbesitzer auch selbst durchführen. Hierfür gibt es im Baumarkt einen speziellen Vierkantschlüssel, mit dem das Ventil ganz einfach aufgedreht werden kann. Spätestens wenn die Heizung im oberen Bereich nicht mehr warm wird oder gluckernde Geräusche von sich gibt, ist es Zeit für eine Entlüftung. Durch die Entlüftung kann viel Geld gespart werden, denn eine Heizung, die zu viel Luft hat, kann nicht mehr richtig warm werden und verbraucht zu viel Energie. Am besten ist es, vor dem Beginn der neuen Heizperiode eine standardmäßige Entlüftung durchzuführen. Dabei sollte aber der Wasserdruck nicht vergessen werden. Dieser kann nach dem Entlüften eventuell zu niedrig sein, weshalb die Anlage mit Wasser aufgefüllt werden muss.

Vor allem Hausbesitzer von älteren Heizungsanlagen sollten einen jährlichen Heizungscheck in Anspruch nehmen, um Geld zu sparen. Horst Eisenbeis, Geschäftsführer der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft (VdZ) in Bonn, rät hierzu: "Insbesondere Besitzer älterer Heizungsanlagen sollten die jährliche Wartung mit dem DIN-genormten Heizungs-Check verbinden." Dieser Heizungscheck dauert etwa eine Stunde und kostet um die 100 Euro, die sich jedoch schnell bezahlt machen. Bei dem Heizungscheck wird der Heizkessel überprüft sowie sämtliche Heizungsrohre und die im Haus installierten Heizkörper. Mögliche Schwachstellen werden genau protokolliert, sodass der Hausbesitzer anhand des Prüfprotokolls Verbesserungen vornehmen lassen kann. "Zu den typischen Schwachstellen alter Heizungsanlagen zählen auch überdimensionierte Pumpen, die viel Strom vergeuden", so Beckmann. Vor allem bei älteren Anlagen seien die Pumpen überdimensional groß ausgefallen. Man spricht hier auch von dem sogenannten "Angstzuschlag" der Heizungsplaner. Eine kleine Pumpe, die auf dem neuesten Stand der Technik ist, kann schnell zu einer Kostenersparnis verhelfen. Vor allem Anlagen, die älter als 10 Jahre sind, sollten regelmäßig überprüft werden. Auch wenn der Check erst einmal eine zusätzlich Ausgabe bedeutet, zahlt sich das Ganze durch die eingesparte Energie recht schnell aus. Fack bekräftigt: "Für Anlagen, die noch vor den 1990er Jahren installiert worden sind, ist er im Grunde ein Muss."




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