Im Vergleich zu herkömmlichen Tagesgeldkonten können die Angebote an Sparbüchern, deren Zinsen an die Fußballergebnisse, an aktuelle Spritpreise oder den Aktienindex gekoppelt, kaum mithalten laut dem Ergebnis der Stiftung Warentest.
Diese besonderen Sparangebote mögen zwar unterhaltsam klingen, tatsächlich zeigen sich die Renditechancen dabei jedoch enttäuschend. Bei zwei thüringischen Genossenschaftsbanken kommt das Benzin-Sparbuch, das auf der Basis der Entwicklung des Superbenzin-Index ausgelegt ist, zurückgerechnet bis in das Jahr 2000 zu einer jährlichen Rendite von nur 1,2 Prozent bis knapp über 2 Prozent.
Trotz der eindrucksvollen Ergebnisse des Rekordmeisters brachte die FC Bayern Sparkarte von der Hypovereinsbank nur eine Rendite von knappen 1,5 Prozent – und dies nur für den Fall des Titelgewinns. Die Münchner schneiden beim Vergleich zu drei weiteren Zinsangeboten aus dem Bereich Bundesliga am schlechtesten ab – mittlerweile folgte bereits eine weitere Senkung der Verzinsung.
Das Quartal-Sparen der Postbank, das bereits mehrmals von Finanztest kritisiert wurde, konnte nicht überzeugen.
Laut Empfehlung von Stiftung Warentest sollten die Sparer auf Tages- oder Festgeldkonten mit einer attraktiven Verzinsung ohne solche Nebenbedingungen zurückgreifen. Wer sich dennoch für eines der kuriosen Zinsangebote entscheiden möchte, sollte darauf achten, dass der Basiszins möglichst hoch angesetzt ist und die genaue Laufzeit der Verträge unter die Lupe nehmen.