Nun kommt sie doch – die Gesundheitskarte

  1. 05.10.2009 14:35
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Was vor drei Jahren schon soweit sein sollte, wird nun endlich Wirklichkeit. Die neue Gesundheitskarte wurde am 01. Oktober 2009 auch in Deutschland eingeführt. Während der überwiegende Teil der europäischen Länder schon die Gesundheitskarte anbietet, hinkte Deutschland bisher noch hinterher. Das soll sich jetzt ändern. Anfangs soll die Karte in der Region Nordrhein eingeführt werden. Danach folgt eine schrittweise Einführung in allen anderen Bundesländern, sodass bis zum Ende des Jahres 2010 eine bundesweite Verfügbarkeit gewährleistet sein soll. BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, der die elektronische Gesundheitskarte (eGK) für sehr wichtig hält, betonte: "Mit drei Jahren Verspätung kommt die elektronische Gesundheitskarte nun endlich auch in Deutschland. Die elektronische Gesundheitskarte bietet die Chance, die Gesundheitsversorgung gleichzeitig besser und günstiger zu machen. Die neue Bundesregierung sollte E-Health weiter ausbauen." Die elektronische Gesundheitskarte bietet für Ärzte, Klinikpersonal und Apotheker die Chance, Komplikationen und Risiken von bestimmten Medikamenten beim Patienten von vornherein zu verhindern, denn dank der elektronischen Information durch die Karte sind alle über den Patienten gleichermaßen im Bilde.

Auch die Patienten profitieren von der elektronischen Gesundheitskarte, denn der Umgang mit sensiblen Informationen über die Patienten sind nun nicht mehr jedem zugänglich. Bisher ist es so, dass Briefe vom Arzt oder Ergebnisse von Laboruntersuchungen ungesichert abgespeichert und per E-Mail oder gar Fax weiter gegeben werden. Hierzu Scheer: "Die Patienten haben ein Anrecht auf einen vertrauensvollen Umgang mit ihren sensiblen Gesundheitsdaten. Mit der neuen Gesundheitskarte kommen wir diesem Ziel ein gutes Stück näher. Sie rückt den Patienten in den Mittelpunkt. Endlich erhalten die Versicherten die Hoheit über ihre Daten. Nur nach ihrer Freigabe können Mediziner die Akte einsehen."

Die elektronische Gesundheitskarte ist im Gegensatz zu der bisher üblichen Krankenkassenkarte mit einem Mikroprozessor ausgestattet, der es ermöglicht, Daten verschlüsselt abzuspeichern. Die neue Karte kann aber noch mehr. So kann mit ihr online eine Patientenakte angelegt werden, die alle wichtigen Hinweise auf ausgestellte Diagnosen und deren Behandlung beinhaltet. Dadurch, dass nicht nur der Hausarzt die Patientengeschichte kennt, können andere Mediziner schnellere und bessere Diagnosen stellen und die richtige Behandlung einleiten. Fehlerhafte Behandlungen können dadurch auch besser aufgespürt werden. Wenn der Patient den Arzt wechselt oder bei schwerwiegenden Erkrankungen lieber eine zweite Meinung einholt, sind alle relevanten Daten für den neuen Arzt einsehbar.

BITKOM legt der kommenden Bundesregierung eine konsequente Einführung der elektronischen Gesundheitskarte nahe. Damit werde nicht nur der elektronischen Patientenakte der Weg geebnet, sondern auch die Datensicherheit für jeden Patienten erhöht. Das hat Deutschland nämlich anderen Ländern voraus: Die deutsche eGK ist die sicherste überhaupt. In puncto Datensicherheit ist Deutschland Vorreiter. Unsere Technologie hat das Zeug zum Exportschlager", so Scheer.




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