Verbraucher, die offene Bestellungen bei Quelle haben, können sich darauf verlassen, ihre Ware auch zu bekommen. Die Insolvenzverwalter versichern, dass bestellte Ware auch ausgeliefert wird. Sogar Neubestellungen sind bis zum Ende des Jahres noch möglich. Kunden profitieren dabei teilweise von drastischen Rabatten, denn schließlich müssen die Lager geräumt werden. Kunden, die per Vorkasse für ihre Bestellungen bezahlt haben, müssen nicht um ihr Geld fürchten.
Das einzige Problem bei Neubestellungen besteht darin, dass die per Gesetz garantierte Gewährleistungspflicht des Quelle-Versands nicht mehr gilt. Während Kunden bisher innerhalb der Zwei-Jahres-Frist darauf pochen konnten, dass Mängel kostenlos beseitigt wurden, ist dies nun nicht mehr möglich. Die Kunden können sich dann nur noch auf die freiwillige Herstellergarantie berufen und sich direkt an den Hersteller wenden. In den meisten Fällen müssen die Kunden dann aber die Versandkosten selbst tragen.
Die Pleite betrifft nicht die KarstadtQuelle-Bank sowie die KarstadtQuelle-Versicherungen. Diese haben sich schon vor geraumer Zeit vom Arcandor-Konzern abgenabelt, obwohl der Name bisher geblieben ist. Die KarstadtQuelle-Versicherungen denken nach dem Aus von Quelle jetzt jedoch über eine Änderung des Namens nach. Dies wird aber vorerst davon in Abhängigkeit gestellt, ob das Neugeschäft durch die Pleite von Quelle schlechter werde. Die KarstadtQuelle-Versicherungen gehören zur Ergo-Versicherungsgruppe. Die KarstadtQuelle-Bank ist der Valovis Bank in Essen zugehörig.