Jetzt die Heizung für den Winter überprüfen

  1. 28.10.2009 10:34
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Wer dafür sorgen möchte, dass die Heizung in der kalten Jahreszeit richtig funktioniert und möglichst viel Wärme produziert, muss die Anlage säubern. Das kann jeder Hausbesitzer mit einer Drahtbürste selbst erledigen oder aber einen Heizungsbauer-Kundendienst damit beauftragen. Auch der Schornsteinfeger erledigt eine solche Aufgabe. Wichtig ist, dass angesammelte Rußpartikel am Kessel entfernt werden, damit der Kessel die gesamte Wärme an das Heizwasser abgeben kann. Hierzu Heizungs-Experte Michael Bauer: "Und am wichtigsten ist es, dass die Heizung sauber ist bevor es losgeht mit dem Heizen. Das heißt, dass der Heizkessel - dort wo die Wärmetauscherfläche ist - sauber ist, damit die Wärme ordentlich ausgenutzt wird."

Nicht minder wichtig ist ein richtiges Entlüften der Heizung. Spätestens wenn es in den Rohren zu gluckern anfängt, ist eine Entlüftung überfällig. Auch diese kann von jedem selbst ganz einfach durchgeführt werden. Hierfür gibt es im Baumarkt spezielle Vierkantschlüssel zum Aufdrehen der Ventile, damit die Luft entweichen kann. Zu viel Luft in den Rohren verhindert, dass das Wasser richtig zirkulieren kann, die Heizungen bleiben teilweise kalt. Nach dem Entlüften muss durch den Druckabfall möglicherweise Wasser nachgefüllt werden. Das Nachfüllen sollte aber nur im warmen Zustand erfolgen, da warmes Wasser sich bekanntlich ausdehnt. Ein Befüllen im Kaltzustand führt beim Aufwärmen schnell zum Überlaufen. "Würde die Heizung im Kaltzustand befüllt, würde sich beim Hochheizen das Wasser ausdehnen und am Übertropfventil heraus kommen. Das ist äußerst unangenehm und 'ne Riesensauerei", so Bauer. Der Experte empfiehlt, einmal jährlich den Kundendienst kommen zu lassen, der die Heizungsanlage wartet.

Wer die Wärmeleistung seiner Heizung bestmöglich ausnutzen will, muss auch dafür sorgen, dass durch undichte Fenster und Türen keine warme Luft entweichen bzw. kalte Luft eindringen kann. Hierzu Gebäudeenergieberater Olav Becker: "Man sollte jetzt, wenn’s anfängt, kälter zu werden, seine Dichtungen an den Fenstern überprüfen, vielleicht sich ein Silikonspray kaufen, überprüfen dass die Dichtungen nicht eingetrocknet sind, dass die Rollläden alle funktionieren, die Haustür genau so überprüfen, dass die auch dicht schließt. Man muss sehen, dass man sein Gebäude winddicht bekommt, um zu verhindern, dass die Wärme rausfliegt. Wenn man alle Maßnahmen wirklich sinnvoll ausführt, kriegt man eine Energieeinsparung von 15 Prozent bestimmt hin, wenn nicht mehr." Ein Check-Up der Heizung macht sich also gleich doppelt bezahlt: die Umwelt wird geschont und die Haushaltskasse aufgebessert.





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