Nachdem die Zeitschrift Finanztest 47 private Rentenversicherungen unter die Lupe genommen hat, kam sie zu dem Ergebnis, dass nur wenige Tarife für eine private Altersvorsorge gut sind. Von den geprüften Tarifen erhielten nur zwei Versicherer die Note "sehr gut": Asstel und Debeka. Asstel wurde bei dem Anlageerfolg und bei der Rentenzusage mit "sehr gut" bewertet, während Debeka bei Flexibilität und Transparenz punktete.
Acht Tarife für Frauen und sieben Tarife für Männer sind mit der Note "gut" bewertet worden. Alle anderen Tarife erhielten befriedigende und ausreichende Bewertungen.
Es wurden klassische private Rentenversicherungen getestet, bei denen die eingezahlten Beiträge in festverzinsliche Wertpapiere investiert wurden. Bewertungskriterien waren die garantierte Rentenhöhe, die Flexibilität der Verträge (z. B. Änderung bzw. Unterbrechung von Ratenzahlungen) und die Transparenz der Vertragsunterlagen. Weiterhin wurde Wert auf den Anlageerfolg des Versicherungsunternehmens auf dem Kapitalmarkt gelegt, denn davon hängen die Überschüsse ab die an den Versicherten weiter gereicht werden.
Finanztest hatte jedoch auch für die Besten im Test nicht nur lobende Worte. Problematisch seien vor allem die langen Laufzeiten der Verträge, die beim vorzeitigen Ausstieg der Versicherten einen erheblichen finanziellen Verlust mit sich bringen. Selbst bei der mit „sehr gut“ getesteten Debeka bekommt ein Versicherter bei vorzeitigem Ausstieg nur etwa 3.800 Euro der eingezahlten 6.000 Euro ausgezahlt. Andere Versicherer waren noch extremer und zahlten noch weniger.
Ein Tipp der Finanz-Tester: Grundsätzlich vor Unterzeichnung des Vertrages eine Rückkauftabelle vorlegen lassen und die Beiträge grundsätzlich nicht zu hoch ansetzen, damit man nicht in die Situation kommt, sie nicht mehr zahlen zu können.