Ab dem 01.01. des nächsten Jahres werden Gewerbe- und Privatkunden von Vattenfall in Berlin mit höheren Preisen rechnen müssen. Vattenfall-Kunden werden darüber in den kommenden Wochen persönlich unterrichtet. 2,5 Jahre fanden keine Preiserhöhungen des Stromkonzerns statt. Dennoch bleibt Berlin, was Strompreise angeht, eine der günstigsten Städte Deutschlands.
Vattenfall macht die steigenden Kosten für umweltfreundliche, erneuerbare Energien für die höheren Strompreise verantwortlich. Die Grundversorgung der Privatkunden wird um 5,9%, die der Gewerbekunden gar um 8,9% ansteigen. Monatliche Grundpreise bleiben von der Erhöhung unberührt. Umgerechnet entstehen so für einen Durchschnittshaushalt mit einem Stromverbrauch pro Jahr von 2.200 Kilowattstunden (Grundversorgungstarif Berlin Basis) Mehrkosten von 2,40 Euro im Monat.
Die Strompreiserhöhungen sind eine Reaktion auf die steigenden Kosten, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entstehen. Diese Kosten haben sich seit der letzten Strompreiserhöhung, die im Jahre 2007 stattfand, verdoppelt.
Allein die Förderung erneuerbarer Energien hat sich in den letzten 3 Jahren mit 5 bis 6% Erhöhung auf den Strompreis ausgewirkt. So sichert das EEG zum Beispiel jedem Solaranlagenbetreiber oder Betreiber von Windkraftanlagen feste Einnahmen für den umweltfreundlich erzeugten Strom.
Auch nach der Preiserhöhung 2010 wird der Vattenfall Anteil am Strompreis der Gewerbe- und Privatkunden unter dem Niveau von 1998 liegen, als der deutsche Strommarkt liberalisiert wurde. 1998 lag der Anteil von Steuern und Abgaben bei 25%, dieses Jahr liegt er bei 40%.
Vattenfall hat für seine Kunden eine Hotline eingerichtet: Unter 01802-007700 kann der Kunde für 6 Cent pro Anruf (Festnetz Telekom, abweichende Preise aus anderen Netzen) alle Informationen zu Preisen und den Vattenfall Stromprodukten erhalten. Die Hotline ist wochentags von 8.00 bis 20.00 Uhr und samstags von 9.00 bis 16.00 Uhr zu erreichen.