Die Strompreise steigen wieder – eine Tradition setzt sich fort

  1. 02.12.2009 09:06
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Mindestens 40 Stromanbieter werden die Preise zum Jahreswechsel 2009/2010 um durchschnittlich 5 Prozent erhöhen, das hat die Firma Verivox ermittelt. Für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 4000 kWh pro Jahr bedeutet diese erneute Preissteigerung eine Mehrbelastung von rund 46 Euro. Hier setzt sich nun ein zehnjähriger Trend fort: Jedes Jahr seit 2000 sind die Strompreise für Privatkunden gestiegen – seither geht es um eine Preissteigerung von insgesamt rund 40 Prozent.

Zwei der vier größten Energiekonzernen in Deutschland, Vattenfall und EnBW, gehören auch zu den Energieversorgern, die die Preiserhöhungen durchziehen. Die vorwiegend in Baden-Württemberg aktive EnBW hat eine 7,5 prozentige Strompreiserhöhung für Privatkunden mit Sonderverträgen angekündigt. Der Energiekonzern Vattenfall hingegen erhöht die Strompreise für Privatkunden in Berlin "nur" um 5,9 Prozent und in Hamburg um 4,4 Prozent. Allein dabei sind bereits jetzt mehrere Millionen Verbraucher von den Strompreiserhöhungen betroffen. Eine bedeutende Anzahl kleinerer Energieversorger wird ebenfalls Preiserhöhungen zum Jahreswechsel ankündigen – davon gehen die Experten von Verivox aus.

Begründet werden diese Preiserhöhungen entweder mit gestiegenen Beschaffungskosten oder die gestiegenen Kosten im Rahmen des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG). Allerdings stößt das Argument der erhöhten Beschaffungskosten bei Verbraucherschützern auf Kritik, da die Großhandelspreise für Stromverkäufer und Großkunden im vergangenen Jahr deutlich gesunken sind. Die Energieversorger argumentieren damit, dass der Strom in der Regel für mehrere Jahre im Voraus eingekauft werden würde.

Peter Reese, der Leiter Energiewirtschaft bei Verivox dazu: "Sowohl die Beschaffungsstrategie als auch die erhöhten EEG-Kosten können für die Energieversorger ein Problem darstellen". "Eine Möglichkeit ist, dieses Problem in Form von Preissteigerungen an die Verbraucher weiterzugeben. Doch die Verbraucher müssen das nicht hinnehmen und können zu Stromanbietern mit anderen Strategien und günstigeren Preisen wechseln."
Der Experte von Verivox rät angesichts der steigenden Preise zum kostenlosen Preisvergleich im Internet. Verbraucher können durch einen Anbieterwechsel häufig mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen, da die Preisschere zwischen den einzelnen Versorgern immer größer wird.

Peter Reese von Verivox: "Der Wechsel des Strom- und Gasanbieters ist einfach und völlig risikofrei. Da die Belieferung gesetzlich geregelt ist, kann es bei einem Anbieterwechsel niemals zu einer Unterbrechung der Versorgung kommen". "Für den Wechsel des Stromanbieters müssen Verbraucher lediglich einen Antrag ausfüllen. Die Anmeldung ist einfach und braucht nur wenig Zeit. Alles Weitere, beispielsweise die Kündigung beim alten Versorger, erledigt der neue Anbieter."




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