Zahnärztliche Bundesvereinigung KZBV fordert Abschaffung der Praxisgebühr

  1. 04.12.2009 11:05
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Der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung KZBV, Dr. Jürgen Fedderwitz, kommentiert die Praxisgebühr als unsozial und präventionsfeindlich. Insbesondere im zahnärztlichen Bereich wäre eine Abschaffung der Praxisgebühr gemäß der Anregung des Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Wolfgang Zöller, zu befürworten.

Über die Praxisgebühr brächten die Versicherten allein in der Zahnmedizin jährlich über 400 Millionen Euro an Subventionen in die gesetzlichen Krankenkassen. Die damit allerdings ursprünglich verbundene Absicht einer Eindämmung des "doctor hopping" laufe speziell bei der zahnärztlichen Versorgung vollkommen ins Leere. Ein "dentist hopping" habe ohnehin noch nie existiert. Die Praxisgebühr behindere lediglich die Bemühungen, um Zahn-, Mund- oder Kieferkrankheiten zu verhindern in massiver Weise, da gerade für sozial Schwache durch die Praxisgebühr eine Barriere für den Zugang zu den Zahnarztpraxen und den wichtigen, regelmäßigen Kontrolluntersuchungen geschaffen wird.

Für Angstpatienten und Risikopatienten aus den sozial schwachen Bevölkerungsgruppen stellt die Praxisgebühr ein enormes Hindernis dar. Daher resultiert die klare Forderung von Fedderwitz für eine Abschaffung der Praxisgebühr. Denn gerade für die Risikopatienten und Angstpatienten bestehe die größte Karieslast, darum müsse an diese herangekommen werden. Für die Zahnmedizin sollte daher die Forderung gelten: "Weg mit der Gebühr, auf die Tür!"






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