Wenn es nach der Gewerkschaft Verdie geht, soll für den öffentlichen Dienst in der nächsten Tarifrunde eine spürbare Lohnerhöhung das Ziel sein. In der "Frankfurter Rundschau" gab Verdie-Chef Frank Bsirske an, dass die Forderung bis zu 2,8 Prozent betragen soll. Laut Bsirske seien für diese Forderungen die Preissteigerung sowie der Zuwachs der Produktivität ausschlaggebend.
Auch die Zusatzbeiträge, die durch die Krankenkassen künftig zu erwarten sind, spielen bei den Lohnforderungen ein Rolle. Politischen Entscheidungen sei es zu verdanken, dass die Versicherten die Zusatzbeiträge, die von vielen Kassen demnächst erhoben werden sollen, allein bestreiten müssen. Dazu Bsirske: "Wahrscheinlich steigen die Beiträge um 30 bis 40 Euro, was 0,7 Prozent eines Durchschnittsgehalts entspricht. Diese erhebliche zusätzlich Belastung können wir nicht einfach ignorieren."
Am 15 Dezember soll eine endgültig Entscheidung stehen, wie die Forderungen für die nächste Tarifrunde aussehen. Der Beginn der Tarifverhandlungen für die Angestellten von Bund und Kommunen ist am 13. Januar 2010.