Die Notenbanken haben die Kapitalmärkte zur Bekämpfung der Finanzkrise geflutet – dies könnte die Verbraucherpreise bald ansteigend lassen, denn billiges Geld hat seinen Preis.
Der neue Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer befürchtet, dass die gegen die Rezession eingeleiteten Notprogramme die Inflation in den nächsten Jahren kräftig ansteigen lassen. Nach Einschätzung von Thomas Mayer gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung könne die Geldentwertung innerhalb der nächsten 5 bis 10 Jahre in Richtung 5 Prozent tendieren. Der Chefvolkswirt rechnet damit, dass kein rechtzeitiger Ausstieg der Länder aus den Notfallprogrammen der Finanzkrise erfolgen wird und somit das billige Geld nicht wieder rechtzeitig eingezogen wird.
Nach Einschätzung Mayers kommt Deutschland besser als erwartet aus der Rezession als viele der anderen Länder in der Eurozone. Weltweit sei es anscheinend gelungen, eine Stabilisierung des Bankensystems zu erreichen. Mayer rechnet mit einem Wirtschaftswachstum in 2010 um 2 Prozent. Der Nachfolger des langjährigen Chefvolkswirts Norbert Walter rechnet des Weiteren für 2011 mit einem Wachstum der Wirtschaft von 1,4 Prozent.