Ob die Gebühren für sämtliche empfangsbereiten Geräte auf monatlich 17,98 Euro steigen, entscheiden die Ministerpräsidenten der Länder am 9. Juni 2010. Dies würde auch alle Computer mit Internetanschluss und Handys mit UMTS Funktion betreffen. Zwischen den einzelnen Geräten soll es dann keine Unterscheidung mehr geben, laut dem Bericht im Online-Magazin Carta.
Der volle Preis galt bisher nur für Haushalte, in denen auch ein Fernseher angemeldet ist. Radios, Handys mit UMTS oder sonstige Empfangsgeräte kosten nur 5,76 Euro. Künftig könnte es hier drastische Änderungen geben, denn die Gebühren würden damit einen Anstieg um etwa 200 Prozent verzeichnen. Der Leiter der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Martin Stadelmaier, der auch der Koordinator der Medienpolitik der Länder ist, habe dies laut dem Bericht im Online-Magazin Carta bestätigt. Es stehe noch nicht fest, ob die neuen Gebühren an den Haushalt oder die Geräte gebunden sein sollen.
Nur noch aus sozialen Gründen soll die Möglichkeit einer Befreiung von den Gebühren geben. Zudem soll die Beweislast umgekehrt werden. Bislang musste ein Nachweis der GEZ erfolgen, dass in einem Haushalt empfangsbereite Geräte vorhanden sind.
Anscheinend ist dieser Vorstoß eine Reaktion seitens der Politik auf die steigende Zahl der Menschen, die eine Befreiung von der GEZ-Gebühr beantragen. Vor wenigen Monaten hat der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, in einem Interview bekannt gegeben, dass die wirtschaftliche Krise zu weiteren Ausfällen geführt habe, wodurch die Befreiungsquote ansteigt. Gleichzeitig sei eine sinkende Akzeptanz der Gebühr zu verzeichnen.
Falls sich die neuen GEZ-Gebühren etablieren sollten, bedeutet dies wahrscheinlich ab 2013 für Handy-Besitzer: 1 Euro für das Handy, 10 Euro für den Vertrag und 18 Euro GEZ-Gebühr.