Die Printausgaben von "Welt kompakt" und "Bild" können von den iPhone-Besitzern fortan bereits am Vorabend des Erscheinungsdatums als PDF auf dem Mobiltelefon lesen. Seit Mittwoch stehen kostenpflichtige Anwendungen – Apps – für das Apple-Handy zur Verfügung. Dies kündigte Matthias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG bereits am Dienstagabend in Berlin an.
Laut Angaben von Matthias Döpfner seien die iPhone-Apps für das Medienhaus ein weiterer Schritt, um neben den Werbeerlösen durch attraktive Inhalte über die digitale Welt Geld zu verdienen. Die Abo-Preise für das Bild-App liegen bei 79 Cent für 30 Tage bis zu 4,99 Euro für das App der "Welt".
Diese beiden Angebote der Apps stellen einen Versuch dar, sich durch eine langfristige Investition gegen die "Gratiskultur", die im Internet verfügbar ist, zu stellen. Zehn Jahre hätten die Verleger nun zugeschaut, wie die kostenfreien Angebote im Internet sich immer breiter machten, sagte Döpfner. Dabei zeige sich, dass die Online-Werbung möglicherweise nicht ausreichend zur Finanzierung einen Qualitätsjournalismus im Netz ist.