Rente: Mehr als die Hälfte der Deutschen verechnet sich

  1. 14.12.2009 10:58
  2. Gesetzliche Rentenversicherung
  3. Tarifeverzeichnis

In der aktuellen Umfrage, die von der Deutschen Bank durchgeführt wurde, wird deutlich, dass bei weiten Teilen der Bevölkerung das kritische Bewusstsein hinsichtlich der bedenklichen Lage der gesetzlichen Rentenversicherung noch nicht angekommen ist. 3000 Bürger im Alter zwischen 18 und 55 Jahren wurden diesbezüglich befragt. Über die Hälfte der Befragten rechnet damit, dass seine persönliche Rente in einer Höhe liegt, die über den realistischen Zahlen angesetzt ist.

Dass der Lebensunterhalt im Alter mit einem Betrag, der in einer Höhe von etwa 40 Prozent des letzten Bruttoeinkommens liegt, bestritten werden muss, ist vielen Arbeitnehmern anscheinend nicht bewusst. Vor allem die geänderte demographische Struktur in unserem Land ist die Ursache für die abnehmende Leistungsfähigkeit der staatlichen Altersvorsorge.

Die Rentenzahlungen von immer mehr Rentnern müssen in Zukunft von immer weniger Beitragszahlern finanziert werden. In der Hauptsache verantwortlich für diesen Effekt sind eine deutlich höhere Lebenserwartung, die gleichzeitig den sinkenden Geburtenraten gegenüber stehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind 100 Jahre und älter werden kann, liegt bereits heute bei etwa 50 Prozent. Aufgrund komfortablen Lebensbedingungen und der hochwertigen medizinischen Versorgung werden die Menschen in unserem Kulturkreis immer älter. Das gesetzliche Rentensystem, das ursprünglich als reines Umlagensystem geplant war, bedient sich bereits seit Jahrzehnten an Steuermitteln des Staates. Wenn die Bundesregierung die gesetzliche Rente nicht anhand von Steuergeldern unterstützen würde, hätte dies längst zu einem Zusammenbruch des Systems geführt. Um einen Rentenanspruch in Höhe des Status der Sozialhilfe zu erzielen, muss ein durchschnittlicher Arbeitnehmer, der ein jährliches Bruttoeinkommens von 30.000 Euro hat, bereits bei den heutigen Bedingungen über einen Zeitraum von 27 Jahren Beiträge zur gesetzlichen Rente abführen.

Die private Altersvorsorge möglichst vieler Arbeitnehmer ist der einzige Ausweg aus dieser Situation. Bürger, die frühzeitig damit beginnen, Beiträge in die Rürup- oder Riester Rente, also in die beiden vom Staat geförderten, privaten Vorsorgemodelle, einzuzahlen, können der finanziellen Versorgung im Rentenalter gelassen entgegen sehen. Durch die späteren Rentenzahlungen aus diesen privaten Vorsorgeverträgen werden die Bezüge aus der gesetzlichen Rentenversicherung im Alter ergänzt. Dadurch wird der ansonsten vorprogrammierte Sozialabstieg verhindert. Für eine zusätzliche private Altersvorsorge hat sich bereits mehr als die Hälfte der erwerbstätigen Bürger in Deutschland entschieden.




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