Studie: Angst vor Altersarmut wächst bei Berufstätigen mit Kindern

  1. 24.12.2009 12:19
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Laut einer Studie der Postbank ist ein deutliches Auseinanderdriften zwischen Haushalten mit und ohne Kinder in Deutschland beim Thema Altersvorsorge zu verzeichnen. Gleichzeitig wird durch die Finanz- und Wirtschaftskrise der Handlungsdruck erhöht.

Die bundesweit repräsentative Studie der Postbank, die zusammen mit dem Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt wurde, zeigt deutlich die Notwendigkeit der Maßnahmen, um die finanzielle Vorsorgesituation von Haushalten in Deutschland mit Kindern zu verbessern.

Demnach droht für 15 Prozent der Haushalte mit mindestens einem Kind, dass der Lebensunterhalt im Alter nicht aus eigenen Mitteln finanziert werden kann – dies betrifft somit mehr als jeden siebten Berufstätigen. Dies wurde im Vorjahr von 12 Prozent dieser Berufstätigen angegeben. Die Angst vor Altersarmut ist bei Berufstätigen ohne Kinder rückläufig, während Familien mit Kindern einen deutlich sorgenvolleren Blick in die Zukunft werfen. In 2008 glaubten noch 13 Prozent von den Berufstätigen ohne Kinder, dass im Ruhestand nicht genug Geld zur Verfügung steht, um im Alter den Lebensunterhalt zu finanzieren, bei diesem Wert konnte ein Rückgang auf 11 Prozent verzeichnet werden.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise und ihre Auswirkungen
Offensichtlich ist die Wirtschafts- und Finanzkrise die Ursache für diese Entwicklung. Dass die gesetzliche Rente aufgrund der Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, wie Kurzarbeiterregelungen, Arbeitslosigkeit oder Frühverrentung sinkt, wird von 47 Prozent aller Berufstätigen mit Kindern angenommen. Bei Haushalten ohne Kinder liegt diese Befürchtung bei 43 Prozent. Grundsätzlich sind Berufstätige mit Kindern skeptischer gegenüber der staatlichen Rente oder Pension eingestellt als der restliche Teil der Bürger. Die gesetzliche Rente wird von 58 Prozent der Berufstätigen ohne Kinder als besonders sichere Altersvorsorge eingestuft. Derselben Meinung sind nur 47 Prozent der Berufstätigen mit Kindern im Haushalt.

Gleichzeitig macht die Postbank-Studie deutlich, dass im Hinblick auf die Wirtschafts- und Finanzkrise bei 38 Prozent der Berufstätigen mit Kindern die Frage im Raum steht, welche der privaten Altersvorsorgemöglichkeiten überhaupt noch einen Sinn machen. Bei Haushalten ohne Kinder liegt der Anteil der verunsicherten Bürger mit 29 Prozent deutlich geringer.

Der Vorstand Retail bei der Postbank, Dr. Michael Meyer, erklärt, dass diese Zahlen deutlich machen, dass Familien mit Kindern bei den Bemühungen zur Verbesserung der privaten Altersvorsorge besonders berücksichtigt werden sollten. Teilweise müssten die staatlichen Förderangebote transparenter gestaltet werden und gleichzeitig leichter anwendbar in der Praxis werden. Laut Meyer werden die ohnehin bereits verunsicherten Familien durch komplizierte Regelungen noch weiter abgeschreckt von dem Engagement für die private Altersvorsorge. Zudem sei es notwendig, zusätzliche finanzielle Spielräume zu schaffen. Ein begrüßenswerter Anfang in diesem Sinne seien die von der Bundesregierung aktuell auf den Weg gebrachten Verbesserungen bei den Kinderfreibeträgen und beim Kindergeld.






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