Die von der französischen Regierung geplante Google-Steuer auf Einnahmen durch Werbung (
Adwords) im Online-Bereich könnte für die Riesen unter den Suchmaschinen und Webportalen ziemlich teuer werden. Allerdings ist noch nicht sicher, ob und in welcher Höhe eine Google-Steuer in Frankreich eingeführt werden soll.
Nach dem von einem Expertenausschuss unterbreiteten Vorschlag soll die neu geplante Abgabe, die Google-Steuer, dazu verwendet werden, Unternehmen in der Internet-Branche zu subventionieren und zu finanzieren. Hauptsächlich wäre natürlich Google von dieser Abgabe betroffen, sowie Yahoo, AOL und Microsoft, die ebenfalls viel Geld mit der Online-Werbung verdienen.
Von der Google-Steuer in Frankreich müssen nicht zwangsläufig nur Unternehmen mit Sitz oder einer Niederlassung in Frankreich betroffen sein. Wie die Zeitung Liberation berichtete, sie es bei der geplanten Google-Steuer relevant, auf welche Seiten der Internet-Nutzer in Frankreich klickt. Werden dabei Seiten von Unternehmen aus Deutschland, den USA oder aus weiteren Ländern aufgerufen, müssten auch diese Unternehmen die Google-Steuer an Frankreich entrichten.
Positive Auswirkungen soll die Google-Steuer vor allem für die Online-Portale der Medien sowie die Anbieter von Film und Musik, bei denen legale Inhalte im Internet zur Verfügung stehen, haben. Da die französische Regierung eine Subventionierung der Medienangebote im Internet mit einigen Millionen Euro angekündigt hat, gewinnen die möglichen Einnahmen aus der geplanten Google-Steuer für Frankreich enorm an Bedeutung. Rund 50 Millionen Euro werden in Frankreich dafür allein in 2010 benötigt. Die Schätzung der Ausgaben der kommenden beiden Jahre liegt bei insgesamt etwa 75 Millionen Euro. Die
Google-Steuer soll hier als Gegenfinanzierung für diese Subventionierungen dienen.