Die Vorstände der Stromversorger Vattenfall, RWE, E.ON und EnBW wurden vom Kanzleramt zum 21. Januar zu einem Treffen eingeladen, bei dem Verhandlungen über die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken geführt werden sollen.
Bis Ende Oktober 2010 ist ein neues Energiekonzept von der Bundesregierung geplant. Union und FDP hatten sich im Koalitionsvertrag bereits für längere Laufzeiten der Atomkraftwerke ausgesprochen. Jetzt sollen die Verhandlungen über spezifische Bedingungen starten. Die durch die längeren Laufzeiten für die Stromkonzerne resultierenden Extra-Gewinne in Milliardenhöhe sollen laut Plan der Bundesregierung für den Staat abgeschöpft werden, um als Investition in den Ausbau erneuerbarer Energien aus Wasser, Sonne und Wind genutzt zu werden.
Wie aus einer Einladung des Kanzleramtsministers Ronald Pofalla (CDU) hervorgeht, sollen an diesem ersten Verhandlungstermin auch Spitzenbeamte aus dem Wirtschaftsministerium und Umweltministeriums teilnehmen. Der dpa lag diese Einladung am gestrigen Dienstag vor.