Ein Vergleich, den das Magazin "c't", Computer- und Technikzeitschrift aus Hannover durchgeführt hat, ergab teilweise erhebliche Preisunterschiede der günstigen DSL-Anbieter im Hinblick auf Auslandstelefonate. Bei einem Provider wurden beispielsweise 1,50 € pro Minute für ein Telefonat nach Brasilien berechnet – ein anderer Provider verlangte für dasselbe Telefonat lediglich 4,9 Cent pro Minute. Nach Angaben des Magazins gibt es weitaus höhere Abweichungen bei Telefonaten nach Thailand oder in weitere exotische Länder.
Die häufig sehr teuren Auslandstelefonate oder in die Mobilfunknetze werden von den DSL-Anbietern so hoch kalkuliert, damit für die geringeren Einnahmen durch die günstigen DSL- und Telefon-Flatrates ein Ausgleich geschaffen wird. Im Rahmen der DSL-Flatrates sind die Kosten für die Internetnutzung entsprechend abgegolten. Bei den Telefon-Flatrates sind meist sämtliche Gespräche innerhalb des deutschen Festnetzes kostenlos. Daher wird bei den Auslandsgesprächen entsprechend hoch abkassiert.
Bei einem eventuell geplanten Anbieterwechsel für DSL und Telefon sollten daher nicht nur die Flatrates für DSL und Festnetz genau verglichen werden. Wichtig ist es, dass die Verbraucher dabei auch ein Augenmerk auf die Kosten für Telefonate in die Mobilfunknetze und ins Ausland legen. Die möglichen Zusatzkosten können beispielsweise mit zusätzlichen Tarifoptionen von Pauschalen für Telefonate ins Handynetz und für Internettelefonie besser kontrolliert und in Grenzen gehalten werden.