In den nächsten Jahren wollen die Gründer von Google Aktien in Milliardenhöhe verkaufen. Laut einem Verkaufsplan wäre es für beide möglich, in den kommenden 5 Jahren bis zu 5 Millionen Aktien zu verkaufen. Dies teilte Google gestern der US-Börsenaufsicht SEC mit. Die Anteile aller zum Verkauf möglichen Aktien hätten nach dem aktuellen Börsenkurs einen Wert von etwa 5,5 Milliarden Dollar.
Sollten die Google-Gründer tatsächlich das mögliche Verkaufskontingent in den kommenden fünf Jahren komplett nutzen, hätte dies eine Reduzierung der gemeinsamen Stimmrechte auf 48 Prozent zur Folge. Dies könnte natürlich durch einen Stopp der Verkäufe oder die Reduzierung der zum Verkauf angebotenen Aktien verhindert werden. In den USA sind solche Verkaufspläne auf mehrere Jahre durchaus üblich. Damit sollen die Aktienverkäufe geordnet werden und von der geschäftlichen Entwicklung der Aktiengesellschaft abgekoppelt werden.
Die Geschäftsanteilsscheine verfügen über weitaus mehr, als nur einen reinen Geldwert: Durch die Klasse-B-Aktien besteht eine direkte Verbindung zur Anzahl der Stimmrechte. Dadurch werden von Page und Brin durch die aktuell 57,7 Millionen Aktien aktuell zwar lediglich 18 Prozent vom Google-Kapital kontrolliert – für die beiden Google-Gründer liegt dabei jedoch der Anteil der Stimmrechte bei 59 Prozent.