© Birgit Reitz-Hofmann
Die private Krankenversicherung zu wechseln, bringt laut Finanztest meist nicht die erhofften Vorteile. Stattdessen empfiehlt Finanztest allen Versicherten mit einer privaten Krankenversicherung, bei dem bisherigen Anbieter zu bleiben und nach Möglichkeiten zu suchen, wie man mit der gleichen Versicherung jeden Monat bares Geld sparen kann. Denn trotz steigender Beiträge bei einer privaten Krankenversicherung lohnt sich der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung nur für wenige.
Wer eine private Krankenversicherung nutzt, sollte laut Finanztest trotz steigender Beiträge nicht sofort kündigen, zumal ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung für privat Versicherte meist nicht möglich ist. Das gilt besonders, wenn das Lebensalter von 55 Jahren überschritten ist. Laut Finanztest haben Versicherte in einer privaten Krankenversicherung häufig das Problem, dass ein Teil der Altersrückstellung verloren geht. Ziel der Altersrückstellung soll es sein, dass Krankenversicherte im jungen Alter eine Rücklage bilden, mit denen die höheren Kosten im steigenden Alter gedeckt werden. Bei einem Versicherungswechsel geht sie meist verloren.
Finanztest empfiehlt deshalb, die private Krankenversicherung zu behalten und nur den Tarif zu wechseln, denn auf diese Weise bleibt die Altersrückstellung für den privat Krankenversicherten erhalten. Zur Auswahl stehen bei den meisten privaten Krankenversicherungen laut Finanztest sogenannte Kompakttarife. Sie umfassen Leistungen für ambulante und stationäre Behandlungen, bei Bedarf lassen sie sich mit Zusatzpaketen wie Zahnarztbehandlungen kombinieren. Diese modulare private Krankenversicherung kann nach Einschätzung von Finanztest zu einer Ersparnis von 100 Euro im Monat führen. Einen Hinweis hat Finanztest bei Billigversicherungen: Trotz privater Krankenversicherung können die Leistungen zum Teil unter den Leistungen einer gesetzlichen Krankenversicherung liegen.