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Gesetzliche Krankenkassen müssen entsprechende Zusatzbeiträge erheben, falls der Anteil vom Geld aus dem Gesundheitsfonds nicht ausreicht. Für den Gesundheitsfonds gilt derzeit allgemein ein Beitragssatz von 14,9 Prozent.
Herbert Rebscher, der Vorstandschef der DAK als drittgrößte Krankenkasse teilte mit, dass von den Versicherten ab Februar pauschal 8 € als Zusatzbeitrag eingezogen werden, so Reuters. Die DAK ist mit der Entscheidung, Zusatzbeiträge zu erheben, nicht die einzige Krankenkasse. Viele weiteren gesetzlichen Kassen kündigten bereits an, dass Zusatzbeiträge in den nächsten Monaten notwendig werden können. Herr Rebscher gibt selbst an, dass die DAK den Systemumstieg somit tatsächlich in Angriff nimmt und mit dem Zusatzbeitrag das Tabu bricht. Er sprach dabei als Stellvertreter für 8 weitere Kassen in der Gruppe. Viele weitere Kassen werden nach Angaben von dem DAK Vorstandschef in den nächsten Wochen der DAK auf diesem Weg folgen.
Seitens der KKH Allianz wurde eine Extra-Abgabe in Form eines Zusatzbeitrags für die erste Hälfte 2010 angekündigt. Die Deutsche BKK will sich am Wochenende entscheiden, in welchem Umfang und wann Zusatzbeiträge erhoben werden. Bis Mitte 2010 wird in Kassenkreisen davon ausgegangen, dass bei über 30 gesetzliche Kassen ein Zusatzbeitrag fällig wird.
Nach Angaben des DAK Vorstandschefs werden über den Gesundheitsfonds nur 97 Prozent der Ausgaben laut Prognose für 2010 in der gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckt. Dies sei so auch politisch angestrebt. Um eine seriöse Kalkulation zu erstellen, seien die Zusatzbeiträge die notwendige Alternative zur Kostendeckung.