Die Förderung alternativer Energien kostet Geld. Deshalb sollen laut Bundesumweltminister Norbert Röttgen die geplanten Kürzungen für Solarenergie nochmals reduziert werden. Gemäß seinem Vorschlag sollte die Förderung für Fotovoltaikenergie um weitere 15 bis 25 Prozent gekürzt werden. Da die Solarindustrie ohnehin boomt, könnten durch die Kürzungen allzu große Subventionslöcher vermieden werden.
Die Förderung von Solarstrom muss durch eine Umlage von allen Stromkunden mit getragen werden. Berechnungen des Umweltministeriums zufolge müssten Stromkunden im Jahr 2015 pro Kilowattstunde 2,6 Cent berappen, käme es nicht zu den Einkürzungen bei der Förderung, wie es die neue Gesetzesänderung vorsieht. Wird der Gesetzesänderung hingegen stattgegeben, müssten Stromkunden im Jahr 2011 pro Kilowattstunde 2,1 Cent zahlen, im Jahr 2015 dann 2,3 Cent pro Kilowattstunde.
Die kleinere Umlage würde für die Stromkunden zwar eine Ersparnis beim Strompreis bringen, aber nicht in dem Umfang, der eigentlich zu erwarten wäre. Gegenüber einer unveränderten Förderung betrüge der Strompreis aufgrund der Kürzungen nur 0,3 Cent pro Kilowattstunde weniger. Demzufolge würde ein korrigierter Gesetzentwurf dem Endverbraucher nicht viele Vorteile bringen.