Der Wohnungsneubau scheint in 2009 die Talsohle erreicht zu haben. Im dritten Quartal 2009 hielt der während des Jahres deutlich zu verzeichnende Rückgang in der Wohnungsbautätigkeit nicht mehr an. Die realen Wohnungsbauinvestitionen konnten sogar im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahrs einen Anstieg von 2,1 % verzeichnen.
Trotz des Rückgangs der realen Investitionen im Wohnungsbau auf das ganze Jahr 2009 gesehen um 0,8 % wird für die nahe Zukunft mit einer Erholung in diesem Bereich erwartet.
Dies basiert auf dem exklusiv für die Wirtschaftswoche berechneten KfW-Indikator Eigenheimbau. Dieser wird regelmäßig berechnet und verzeichnete im Dezember 2009 einen Anstieg um 8 % gegenüber den im Dezember 2008 ermittelten Wert. Im Dezember 2009 lag der Wert somit bei 31,8 %. Bei der KfW wird erwartet, dass im Bereich der Wohnungsneubauten im Jahr 2010 voraussichtlich eine Zahl von 146.000 erreicht wird im Vergleich zu 143.000 in 2009.
Trotz der Erwartung, dass der Tiefpunkt im Bereich der Wohnungsneubauten im Jahr 2009 erreicht wurde und eine steigende Tendenz angenommen wird, liegt die Zahl der Neubauten noch immer unter der Zahl, die benötigt wird, um der steigenden Nachfrage nach Wohnungen gerecht zu werden. Der Neubaubedarf wird jedoch selbst bei einer Stabilisierung der aktuell steigenden Tendenz die Zahl der benötigten neuen Wohnungen in den kommenden Jahren voraussichtlich nicht abdecken können.