Drastische Erhöhungen der Strompreise will Günther Oettinger CDU als neuer EU-Energiekommissar in Zukunft verhindern. Gegenüber der Welt am Sonntag teilte Oettinger mit, dass die Verhinderung von starken Strompreiserhöhungen eines der Hauptziele in der Energiepolitik Europas sein müsse. Oettinger fordert, dass die Strompreise nicht stärker ansteigen dürfen als die Inflationsrate pro Jahr. Gerade für private Haushalte sollte ein Anstieg der Strompreise verhindert werden, damit diese in Relation zu anderen Ausgaben, wie Ernährung, Bildung und Mieten nicht erhöht werden.
Doch nicht nur für private Haushalte will sich Herr Oettinger im Hinblick auf stabile Strompreise einsetzen – auch für Unternehmen sind konstante Strompreise wichtig. Die Unternehmen müssen eine entsprechende Sicherheit haben, dass die Erhöhungen der Strompreise nicht zu einer immer höheren Belastung führen. In Relation zu anderen Kosten sollten die Strompreise im Rahmen gehalten werden. Die Kosten für Energie und Strom beeinflussen die Industrie in Europa in wesentlichem Sinne im Hinblick auf wettbewerbsfähige Kalkulationen.
Wie Oettinger betont, sind ihm einige Firmen bekannt, die als Begründung für eine Stilllegung des Betriebs oder dessen Verlagerung die deutlich kontinuierlich ansteigenden Energiekosten angeben. Die Entwicklung, dass hohe Stromkosten sich immer noch weiter belastend auf das Budget der Unternehmen auswirke, dürfe auf keinen Fall weiter in diese Richtung tendieren.