Die Strompreise werden ab Mai bei einigen Tochterunternehmen des Energiekonzerns Eon erhöht. Dies betrifft vor allem die Bundesländer im Norden und Süden – die Preise in Thüringen sollen dagegen konstant bleiben.
Bis Ende 2010 sollen die Strompreise in Thüringen stabil auf dem Niveau der Strompreise zu Jahresbeginn 2009 bleiben – dies gilt sowohl für Privatkunden, als auch für Gewerbekunden. Eon Thüringer Energie will nach Angaben des Vorstandschefs Reimund Gotzel mit der Preisstabilität ein klares Signal setzen und den Kunden in der noch immer von der schwierigen wirtschaftlichen Situation geprägten Zeit entsprechende Planungssicherheit bieten. Eon Thüringer Energie beliefert etwa 500.000 Stromkunden im Bundesland – an dem Unternehmen sind die Kommunen in Thüringen zu 47 Prozent beteiligt.
Eon Hanse gab am Montag bekannt, dass die Strompreise für Privatkunden und kleinere Gewerbekunden ab Mai um 1,52 Cent je Kilowattstunde angehoben werden sollen. Dies entspricht einer Erhöhung von rund 6,5 Prozent – unverändert bleibt der Grundpreis. Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Durchschnitt müssen dadurch Mehrkosten von rund 4,40 € pro Monat einkalkulieren. Nach Angaben der Eon Hanse werden von dem Unternehmen Privatkunden, Gewerbekunden, Unternehmen der Industrie und kommunale Einrichtungen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mit Strom und Gas versorgt.
Die Stromkunden in Bayern müssen mit einem Anstieg der Strompreise von 5,7 Prozent je Kilowattstunde rechnen. Ein Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch muss somit ca. 4 € mehr pro Monat für Strom einkalkulieren. Das Unternehmen in Regensburg nannte den Ausbau von regenerativen Energien als Grund für die Erhöhung der Strompreise. Wie Otmar Zisler, der Geschäftsführer von Eon in Regensburg mitteilte, soll der Anteil von klimafreundlichem Strom in diesem Jahr deutlich über 20 Prozent betragen – doch der Klimaschutz habe seinen Preis.
Eon Avacon hebt die Strompreise für die Eon-Kunden in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt um 2,5 Prozent an. Pro Kilowattstunde liegt der Strompreis dann bei 22,79 Cent. Die Erhöhung bedeutet für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden Mehrkosten von 1,75 € pro Monat.