Heftige Diskussionen entfachen im Hinblick auf die von den Politikern in Erwägung gezogenen Wechselkennzeichen in der Kfz-Versicherung. Die Politiker befürworten die Einführung, um damit den Kauf von umweltfreundlicheren Autos anzukurbeln durch positive Anreize für die Verbraucher. Dadurch soll die Autobranche unterstützt werden, die seit dem Ende der Abwrackprämie mit geringen Absatzzahlen kämpfen muss.
In Österreich fahren auf den Straßen bereits 8,6 Prozent aller Fahrzeuge mit einem Wechselkennzeichen. Dies entspricht im Vergleich zu Deutschland auf der Basis der Bevölkerungszahl ein Anteil von rund 4 Millionen PKW.
Das Konzept soll auch in Deutschland mehr umweltfreundliche und abgasarme Fahrzeuge auf die Straßen bringen. Ein Wechselkennzeichen soll für 2 Autos genutzt werden können, in der Kfz-Versicherung soll dabei nur für das teurere Auto eine Prämie berechnet werden. Nach einer von Auto Bild durchgeführten, aktuellen Umfrage, stellen sich die zehn größten Kfz-Versicherungen mit dem höchsten Einfluss gegen die Wechselkennzeichen.
Die Einführung von Wechselkennzeichen in der Kfz-Versicherung ist nach einigen Meinungen mit dem Nachteil des zu niedrigen Ertrags verbunden. Dieser stehe in keinerlei Relation zu dem dafür benötigten Aufwand. Weitere Gegenstimmen sprechen von einer mangelnden Nachfrage seitens der Verbraucher, demnach bestünde kein triftiger Grund, die Wechselkennzeichen einzuführen.
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe ZDK zeigt sich jedoch optimistisch im Hinblick auf die Einführung von Wechselkennzeichen. Robert Rademacher, der Präsident des ZDK geht davon aus, dass dadurch der Umsatz der Autos angekurbelt werde im Hinblick auf die Lage der Konjunktur.