Gestern Abend gab Eric Schmidt, der Chef von Google, auf dem Mobile World Congress die neue Leitlinie "Mobile First" von Google bekannt. Chrome OS und Android OS rücken damit als die mobilen Betriebssysteme ins Zentrum der Unternehmensstrategie des Suchmaschinengiganten. Anhand der Verkaufszahlen von 60.000 Geräten pro Tag erläutert der Google-Chef, die Priorität von Android – bereits auf über 25 Geräten laufe dieses System.
Die Top-Programmierer und auch die Ressourcen von Google sollen in Zukunft die mobilen Anwendungen in den Mittelpunkt stellen. Der Suchmaschinen- und Internetgigant will sämtliche neue Dienste und Programme in erster Linie für mobile Plattformen entwickeln. Computer, Vernetzung und Cloud – diese drei Bereiche werden in den Handys zusammengeführt. Wie Schmidt betonte, müssen diese perfekt miteinander verbunden werden, wenn das Unternehmen gewinnen will. Die Verlagerung der Rechenleistung ins Netz ist das Potential – wer dieses Cloud Computing nicht nutzt, dessen Unternehmen ist nach der Ansicht des Google-Chefs zum Scheitern verurteilt.
Die neuesten Entwicklungen von Google wurden im Anschluss von den Top-Programmieren auf der Bühne vorgestellt. Dabei demonstrierten die Google-Programmierer eine erweiterte Text- und Spracherkennung. Diese ist in Ansätzen bereits im Nexus One, dem Google-Handy, integriert. OCR – optical character recognition – ist eine optische Zeichenerkennung, die in der Präsentation besonders beeindruckte. Diese Software ist in der Lage, anhand eines Bildes einer deutschen Speisekarte die Übersetzung ins Englische vorzunehmen. Deutsch soll jetzt die vierte Sprache sein, die von der Spracherkennung und Sprachsteuerung von Android vollständig unterstützt wird, wie Google mitteilte.