EU plant Sparer besser abzusichern

  1. 22.02.2010 11:51
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Im Fall eine Bankenpleite sind die Guthaben auf den Konten der Kunden durch einen Sicherungsfonds geschützt. Allerdings zeigte die Finanzkrise deutliche Schwächen in diesem System auf. Wie Focus Online berichtet, wird von der EU eine Korrektur im Sicherungssystem geplant, die ziemlich kostspielig ist.

Informationen der Financial Times Deutschland zufolge könnten die geplanten Neuerungen erheblich höhere Ausgaben zur Einlagensicherung der Guthaben ihrer Kunden notwendig machen. Ziel der EU-Kommission ist eine Einzahlung in die Sicherungssysteme, die im Durchschnitt zwischen 3 und 5 Mal höher liegt als bisher. Somit sollen langfristig 2 Prozent der vorhandenen Spareinlagen in Notfonds vorgehalten werden. Der Zeitung liegt diesbezüglich ein vertrauliches Dokument vor, das seitens der EU-Kommission kürzlich den Mitgliedstaaten vorgelegt worden sei. Daraus geht hervor, dass nach 10 Jahren Mittel aus der Vorfinanzierung in einer Höhe von 128 Milliarden Euro zur Verfügung stehen sollen.

Die Pläne der EU-Kommission drohen für die Banken zu enormen Belastungen zu werden. Die weiteren Beiträge in die Sicherungssysteme könnten gemäß einer internen Abschätzung der Folgen rund 10 Prozent Gewinneinbußen bedeuten.

Mit rund 23 Milliarden Euro in ganz Europa seien die Einlagensicherungen aktuell vollkommen unterfinanziert, wie aus dem EU-Papier hervorgeht. Jährlich werden von den privaten deutschen Banken lediglich 0,06 Prozent der Geldanlagen der Kunden in den Einlagenfonds des Bundesverbands deutscher Banken einbezahlt. Bereits die Pleite der in der Relation ziemlich kleinen Lehman-Tochter in Frankfurt hatte die Sicherungssysteme in Deutschland bereits vollkommen überfordert. Die Lehman-Kunden konnten von dem Einlagenfonds des Bankenverbands nur entschädigt werden, da Hilfe aus der Garantie des staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin erfolgte.

In dem vertraulichen Dokument der Kommission hieß es jedoch, dass es sich hierbei um ein langfristig gesetztes Ziel handelt. Daher sehe die Kommission derzeit noch davon ab, den Vorschlag eines einzigen europaweiten Sicherungsfonds zu unterbreiten.





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