Unter Berufung auf das Bundesfinanzministerium berichtet die Bild-Zeitung, dass die Steuereinnahmen seit Jahresbeginn von Bund und Ländern erheblich rückläufig waren. Im Januar 2010 lagen die Steuereinnahmen bei etwa 3 Milliarden Euro weniger im Vergleich zum Januar 2009.
Umsatzsteuer als einzige im Plus
Die Umsatzsteuer ist die einzige Steuer, die ein Plus für Bund und Länder erwirtschaftete. Die Einnahmen aus Mehrwertsteuer und die Einfuhrumsatzsteuer stiegen im Januar um 7,3 Prozent an. Hier wirkten sich insbesondere Umsatzsteuernachzahlungen aus.
Steuereinnahmen ohne Gemeindesteuern um 7,8 Prozent gesunken
Die Steuereinnahmen ohne die reinen Gemeindesteuern sanken um 7,8 Prozent. Den Bund betrifft dies mit einem Rückgang von 11,7 Prozent am meisten. Nach einer im November erstellten Steuerschätzung für 2010 wird insgesamt ein Minus von etwa 8,4 Prozent bei den Steuereinnahmen erwartet.
Deutliche Rückgänge bei Lohn- und Einkommensteuer
Bei den Einnahmen aus der Lohnsteuer betrugen die Verluste 8,5 Prozent. In der Körperschaftssteuer wurden 600 Millionen Euro weniger eingenommen. Der Verlust bei der veranlagten Einkommensteuer betrug rund 30 Prozent.
Erhebliche Mindereinnahmen bei der Erbschaftssteuer
Ebenfalls erhebliche Verluste mussten bei den Ländersteuern im Bereich der Erbschaftssteuer hingenommen werden. Diese verzeichnete mit 28,9 Prozent einen erheblichen Rückgang.