Der Führerschein mit 17 soll noch 2010 in Deutschland von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer CDU als Regel eingeführt werden. Die seit 2004 durchgeführten Modellversuche zeigten, wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, deutliche Erfolge nach Einschätzung des Bundesverkehrsministerium.
Die Fahrkompetenz der Fahranfänger konnte durch das Fahren in Begleitung eines Erwachsenen ab 30 Jahren deutlich verbessert werden. Die Resultate zeigen dies deutlich auf:
Es wurden 22 Prozent weniger Unfälle von Fahranfängern verursacht.
Die Zahl der Verkehrsverstöße der Fahranfänger ging um 20 Prozent zurück.
Das Angebot zum Führerschein ab 17 nutzten 380.000 Jugendliche – die Begleitpersonen in der acht-monatigen Phase waren dabei meistens die Eltern. Während dieser Zeit fuhren die Jugendlichen im Durchschnitt 2.400 km in Begleitung. Etwa ein Viertel aller Fahranfänger nutzten nach Angaben im Focus in 2008 das Angebot. Bayern lag mit 42 Prozent deutlich an der Spitze. Der Anteil der Fahranfänger, die das Fahren in Begleitung ab 17 in Anspruch genommen haben an den jungen Fahrern, die ihren Kartenführerschein mit 18 Jahren erhielten, lag bei 55 Prozent.
Der Bundesverkehrsminister kann dabei selbst auf gute Erfahrungen im Bereich des Fahrens in Begleitung zurückblicken. In seiner Familie war er bei den älteren seiner 4 Töchter mehrfach selbst die Begleitperson auf dem Beifahrersitz. Nach seinen Angaben konnte er einen positiven persönlichen Eindruck von diesem Projekt gewinnen.