In 2009 vergaben die Pfandhäuser Kredite in einer Höhe von etwa 530 Millionen Euro, dies entspricht einer Steigerung um 3,5 Prozent gegenüber 2008. Dies teilte der Zentralverband des Deutschen Pfandkreditgewerbes ZdP am Montag in Stuttgart mit.
Das Kreditvolumen stieg nach Ansicht des ZdP so enorm an, weil die Vorzüge und die einfachen Abwicklungen des Pfandkredits von immer mehr Deutschen geschätzt werden. Ein Kredit vom Pfandleihhaus ist ohne großartige Voraussetzungen erhältlich – dafür muss weder ein Einkommensnachweis vorgelegt werden, noch erfolgt eine Bonitätsprüfung. Die Kosten für das Darlehen vom Pfandhaus ist dabei mit einer Verzinsung von einem Prozent nicht teurer als viele Dispo-Kredite.
Das Pfand kann der Kunde innerhalb von mindestens 4 Monaten wieder ablösen. Neun von Zehn Kunden lösen ihr Pfand nach Angaben des ZdP auch tatsächlich wieder aus. Somit ist der Pfandkredit eine Variante, um kurzfristig die Liquidität zu sichern, wenn Geld für wichtige Investitionen benötigt wird oder um die Zeit zu überbrücken bis zur nächsten Lohn- oder Gehaltszahlung.
In 2009 war das am häufigsten hinterlegte Pfand Schmuck. Dies teilte Wolfgang Schedl, der ZdP Geschäftsführer mit. Der Grund dafür liegt im hohen Goldpreis. Etwa 200 Pfandleihhäuser bundesweit sind Mitglied im ZdP.