Für rund 15,5 Milliarden Euro kauften die deutschen Bürger in 2009 nach dem Ergebnis des Marktforschungsunternehmens GfK in Nürnberg ein. Dies bedeutet einen enormen Umsatzzuwachs trotz der Wirtschaftskrise. Der Umsatz lag nach den Berechnungen 14 Prozent höher als 2008 und bedeutet gleichzeitig in etwa eine Verdopplung des Umsatzes in einem Zeitraum von 5 Jahren, den die Unternehmen im E-Commerce in Deutschland verzeichnen konnten.
Seit 2001 werden auf dem WebScope-Panel, auf dem die Ergebnisse basieren, von der GfK regelmäßig sämtliche Wareneinkäufe im Internet gemessen. Nicht-physische Produkte wie Reisebuchungen oder Musikdownloads fließen dabei nicht in das Ergebnis ein. Zur Ermittlung wird eine repräsentative Stichprobe durchgeführt bei 10.000 Nutzern des Internets mit einem Alter ab 14 Jahren.
Rund 30,7 Millionen Deutsche kauften laut dem aktuellen Ergebnis in den Online-Shops ein. Im Durchschnitt wurden dabei 506 € ausgegeben, was im Vergleich zu 2008 ein Anstieg von rund 10 % bedeutet. Der Anstieg der durchschnittlichen Einkaufssummen trug hauptsächlich zu der Umsatzsteigerung der Online-Shops bei, denn die Anzahl der pro Person getätigten Einkäufe blieb konstant auf 9,4. Jedoch konnten die Online-Shops im Vergleich zu 2008 rund 1,2 Millionen Neukunden gewinnen.
Bei den Modeartikeln ermittelten die Marktforscher das Ergebnis von einem Zuwachs von 24,5 %, was gleichzeitig die höchste Wachstumsrate darstellt. Eine nur unterdurchschnittliche Steigerung von 12,3 % konnte dagegen der Bereich Technik verzeichnen.