Automatische Steuerung für Stromnetze geplant

  1. 08.03.2010 11:31
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Energie wird immer teurer. Deshalb ist jetzt geplant, dass eine neue Art der Kommunikationstechnik den Verbrauch der einzelnen Haushalte sowie das Angebot an Energie genauer steuern soll. Was jetzt noch wie Zukunftsmusik klingt, wird in Expertenkreisen schon als Energie-Internet bezeichnet und hat einen sehr vernünftigen Hintergrund.

Neben der herkömmlichen Stromversorgung aus Atom- und Kohlekraftwerken werden immer mehr erneuerbare Energien genutzt. Diese sind aber leider nicht so berechenbar wie der konstante Strom, der in Kernkraftwerken produziert wird. Bei Solaranlagen kann nur genug Strom produziert werden, wenn ausreichend Sonnenstunden vorhanden sind. Trübes Wetter drosselt die Produktion erheblich. Ähnlich sieht es bei den Windkraftwerken aus. Diese laufen bei Wind und Sturm zur Hochform auf, während an windstillen Tagen die Produktion fast zum Erliegen kommt.

Da damit das Angebot an Energie unsicherer wird, die Nachfrage der Verbrauchsstellen aber auch nicht immer gleich ist, sollen kluge Stromnetze geschaffen werden, die diese Ungleichheiten genau erfassen und die Lieferung von Energie entsprechend anpassen. Der korrekte Verbrauch, den die einzelnen Verbrauchsstellen tatsächlich benötigen, soll mit digitalen Stromzählern gemessen werden. Ebenso protokollieren diese Stromzähler dann, ob und wie viel im eigenen Haushalt produzierter Strom, etwa über die Solaranlage, für den Eigenverbrauch genutzt wird. Dementsprechend könnten dann die Stromlieferungen der Energielieferanten angepasst werden.

Die Zukunftsvisionen gehen aber noch weiter. Neben der Anpassung soll sogar der Verbrauch durch die neuen Stromnetze gesteuert werden können. Bei einem Überschuss an Energie könnte der Strompreis entsprechend sinken und Elektroautos automatisch mit dem überschüssigen Strom aufgeladen werden. Wird hingegen mehr Strom benötigt als produziert, könnte die benötigte Energie aus den Akkus der Elektroautos abgezogen werden.




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