Eine aktuelle Studie der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Ernst & Young kommt zu dem Ergebnis, dass innerhalb der nächsten 5 Jahre nur noch ein Drittel der gesetzlichen Krankenkassen bestehen. Aktuell existieren 169 gesetzliche Krankenkassen – bis ins Jahr 2015 bleiben gemäß der Studie nur noch etwa 50 gesetzliche Krankenversicherungen übrig.
Von den im Rahmen der Studie vom Unternehmen Ernst & Young befragten Krankenkassen gab in etwa jede zweite GKV an, sich diesbezüglich bereits mit detaillierten Gedanken im Hinblick auf eine mögliche Fusion zu beschäftigen. Seit Jahresbeginn 2010 fanden bereits 11 Zusammenschlüsse statt. Seither stellt die Barmer-GEK in Deutschland die größte gesetzliche Krankenkasse dar.
Der Grund für den zu erwartenden, massiven Rückgang der Zahl der gesetzlichen Krankenkassen, liegt laut der Studie von Ernst & Young in den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Diese sind unter anderem dafür verantwortlich, dass der erhöhte Finanzierungsbedarf von den verbliebenen Krankenkassen im letzten Jahr, nach der Einführung des bundesweit einheitlichen Beitragssatzes von 14,9 Prozent, nicht mehr über steigende Beiträge ausgleichen konnten. Des Weiteren kann es heutzutage schneller zu einer Pleite von Krankenkassen kommen im Vergleich zu den früheren Gegebenheiten.