Bereits 10.000 Selbstanzeigen von Steuersündern

  1. 18.03.2010 08:19
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Berichten der Welt online zufolge steht den Steuerbehörden bald die zehntausendste Selbstanzeige ins Haus. Die Zahl der Selbstanzeigen bei den deutschen Finanzbehörden liegt zurzeit nur noch knappe 500 Anzeigen unter der 10.000er-Marke.

Schweizer CDs, die Namen von steuerhinterziehenden Personen und Firmen gespeichert hatten, wurden deutschen Finanzbehörden zum Kauf angeboten. Viele der Finanzämter nahmen das Angebot dankend an, was nun zu einem Ansturm an Beichten geführt hat.

Mit fast 2500 Selbstanzeigen liegt zurzeit Baden Württemberg ganz vorne. Dicht gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit fast 2000 Anzeigen. Immer noch über 1000 Selbstanzeigen gab es aus Bayern und Hessen. Im dreistelligen Bereich lagen auch Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Berlin, Schleswig-Holstein und Hamburg. Der Rest der Bundesländer hatte mit je unter 100 Anzeigen weniger vorzuweisen, wobei "Schlusslicht" Mecklenburg-Vorpommern mit nur 8 Selbstanzeigen war.

Die Finanzbehörden zeigen sich überrascht und haben mit einem so großen Ansturm von Steuerbeichten nicht gerechnet. Als damals die Liechtensteiner Affäre Wellen schlug, lagen die Selbstanzeigen bei weniger als 5% der momentanen Zahlen. Die Finanzämter und Steuerbehörden rechnen mit Milliardeneinnahmen durch Steuernachzahlungen. Allein für Rheinland-Pfalz stehen Nachzahlungen in Höhe von 70 Millionen Euro an. Deutschlandweit wird mit Steuernachzahlungen in Höhe von über 235 Millionen Euro gerechnet.





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