Wie Dr. Doris Pfeiffer, die Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der GKV, gegenüber der Rheinischen Post mitteilte, vertritt sie die Ansicht, dass Apotheken eine zu hohe Gewinnspanne haben und auch die Apotheken-Dichte in vielen Regionen zu hoch sei. Im Hinblick auf die Anzahl der Apotheken in vielen Regionen sei Deutschland im internationalen Vergleich an führender Stelle. Dr. Pfeiffer geht davon aus, dass dadurch im Apothekensektor Einsparungen möglich sind.
Mit dieser Ansicht steht Frau Dr. Pfeiffer nicht allein. Karl Lauterbach, der Gesundheitsexperte, ist für einen stärkeren Wettbewerb unter den Apotheken. Professor Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik an der Universität Bremen teilt diese Ansicht ebenfalls. Laut Professor Glaeske kann jede dritte Apotheken als überflüssig betrachtet werden.
Doch nicht nur die Gewinnspannen und die Anzahl der Apotheken sorgt für Diskussionen um mögliche Einsparungen. Neben weiteren Ausgaben im Gesundheitswesen sollen unter anderem die Ärztehonorare genauer unter die Lupe genommen werden, wie Gesundheitsminister Rösler mitteilte. Laut Herrn Rösler wurden in den letzten Jahren erhebliche Anstiege der Arzthonorare verzeichnet. Dies könne nicht endlos in diese Richtung tendieren, wenn im Gegenzug die Arbeitslosigkeit ansteigt und gleichzeitig das Einkommen der Arbeitnehmer stagniert.
Dr. Pfeiffer sieht zudem mögliche Einsparungen im Kassenabschlag und im Großkundenrabatt. Ihrer Ansicht nach wäre es sinnvoll, eine gesetzliche Regelung für den Großkundenrabatt der Krankenkassen, der den Kassen von den Apotheken pro Packung gewährt wird, zu finden. Dies wäre ihrer Meinung nach sinnvoller als die Verringerung, wie jetzt vorgesehen ist. Dr. Pfeiffer sieht ebenfalls Einsparungsmöglichkeiten in den Arzthonoraren und in der Auslastung der Krankenhäuser.