9 Prozent aller Arbeitsverträge waren 2008 befristet

  1. 17.03.2010 08:39
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Wie das Statistische Bundesamt Destatis mitteilt, waren im Jahr 2008 die höchsten Zahlen der Berufstätigen mit befristetem Arbeitsvertrag zu verzeichnen seit 1991. Die Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus und ergaben, dass von den Arbeitnehmern im Alter zwischen 15 und 65 Jahren 2008 2,7 Millionen im Rahmen eines befristeten Arbeitsvertrags tätig. Dies entspricht einem Anteil von 8,9 %. In diesem Ergebnis nicht eingerechnet sind Schüler und Studenten, die einen Nebenjob ausübten, sowie Auszubildende. Im Vergleich zu 1991, als erstmals Daten nach der Wende berechnet wurden, lag die Quote bei 5,7 %.

Diese befristete Beschäftigungsart wurde dabei keinesfalls von der Mehrheit der Arbeitnehmer gewünscht – lediglich ein Anteil von 2,5 % aller Beschäftigten in befristetem Arbeitsverhältnis gaben an, dies einer Dauerstellung bevorzugt zu haben. 20,9 % waren im Rahmen eines Probearbeitsvertrags befristet beschäftigt – 28,3 % gaben an, dass sie keine dauerhafte Anstellung finden konnten. Andere Gründe für die befristete Beschäftigungsform gaben 42,5 % an.

Die befristeten Arbeitsverträge verteilen sich nicht gleichmäßig über sämtliche Berufsgruppen und Personen. Eine überdurchschnittlich hohe Quote ist bei Ausländern und jüngeren Arbeitnehmern zu verzeichnen. Die meisten befristeten Arbeitsverträge sind dabei im Dienstleistungssektor zu finden. Der Anteil der weiblichen Arbeitnehmerinnen mit befristeten Verträgen lag 2008 bei 9,5 % - bei den männlichen Arbeitnehmern bei 8,4 %.