Nach dem Jahresbericht der Bundesnetzagentur existierten gegen Jahresende 2009 in Deutschland 108,3 Millionen Mobilfunkanschlüsse, davon nehmen Prepaid-Karten rund 56 Prozent ein. Umgerechnet auf die Zahl der Mobilfunkanschlüsse hat jeder Einwohner in Deutschland 1,3 SIM-Karten.
Rund 91 Milliarden Minuten betrug das Gesprächsvolumen 2009, dabei waren vor allem Flatrates sehr beliebt. Von den Gesprächsminuten wurden über 80 Prozent innerhalb dem Festnetz oder dem eigenen Mobilfunknetz genutzt. Die übrigen 20 Prozent entfallen auf Anrufe in die weiteren 3 Mobilfunknetze Deutschlands, zu Dienstenummern und in ausländische Festnetze oder Mobilfunknetze.
Das Versenden von SMS nahm 2009 um 24 Prozent zu und erreichte fast 35 Millionen. Der Anteil der ins eigene Mobilfunknetz verschickten SMS lag bei 64 Prozent, die restlichen wurden in andere Netze verschickt. Eher selten wird der Versand von MMS und Premium-SMS in Deutschland genutzt. E-Mail, Internet und weitere Datendienste konnten jedoch weiter punkten. Über 2,6 Millionen SIM-Karten werden inzwischen von den Verbrauchern ausschließlich zum Zweck der Datenübertragung verwendet. Dies macht auch das Ergebnis des Übertragungsvolumen deutlich, das 2009 auf 33,5 Millionen GB anstieg.
Im Vergleich zu der gestiegenen Zahl der Mobilfunkanschlüsse nahm die Zahl der Teilnehmer 2009 weniger zu als in den Vorjahren. Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass der Markt gesättigt ist. Vor allem die kleinen Netzbetreiber konnten sich Marktanteile sichern. Ebenfalls einen Anstieg verzeichnete die Anzahl von Mobilfunkdiscountern, deren Kundenzahl gegen Ende des ersten Quartals 2009 bei über 20 Millionen lag, was einem Marktanteil von knapp 19 Prozent entspricht. Unabhängige Service-Provider nehmen einen Marktanteil von 23 Prozent ein.
Wie die Bundesnetzagentur mitteilt, konnte der Ausbau der 3G-Netze in Deutschland bereits gute Fortschritte verzeichnen. Die Infrastruktur bestand zu Jahresbeginn 2009 aus rund 120.000 aktiven Funkzellen mit UMTS und etwa 39.000 Basisstationen mit UMTS. Durch die UMTS-Funkzellen ist ein Anteil von knapp 70 Prozent der Landesfläche Deutschlands versorgt. Je nach Betreiber schwankt die Netzabdeckung in Bezug auf die Einwohner zwischen 59 und 81 Prozent.